Ausgelöst durch die Verflüssigung am Geldmarkt und die Senkung der Geldmarktsätze wurde die Nachfrage nach festverzinslichen Papieren in der zweiten Jahreshälfte teilweise stürmisch und hielt auch im laufenden Jahr an, nachdem der Absatz im ersten Halbjahr 1957 noch schlecht gewesen war. Insgesamt erhöhte sich der Absatz der Süddeutschen Bodencreditbank, München, an Pfandbriefen und Kommunalschuldverschreibungen gegenüber 1956 um 3 auf 55 Mill. DM, wobei sich eine Verlagerung vom Pfandbrief – hier wurden die Vorjahrszahlen nicht erreicht – zu den Kommunalschuldverschreibungen ergab, deren Absatz sich etwa verdoppelte. Die Schwierigkeiten der höheren Zinsbelastungen behinderten nämlich die Gewährung von Kommunaldarlehen nicht so stark wie die Hergabe von Hypotheken zur Finanzierung des wesentlich zinsempfindlicheren privaten Wohrungsbaues.Der Anteil des Absatzes an Private hat sich wesentlich erhöht, diese Entwicklung hielt im laufenden Jahr an. Auch in den ersten Monaten 1957 machte die Wiederplacierung der zurückgeflossenen Papiere keine Schwierigkeiten. In den letzten Moraten des Berichtsjahres konnte die starke Nachfrage nach zinssteuerfreien Pfandbriefen und Kommunalschuldverschreibungen nicht befriedigt werden, Trotz übernommener Auszahlungspflichten aus dem Vorjahr erreichten die 54 Mill. DM Auszahlungen das Vorjahrsergebnis (68 Mill. DM) nicht und hielten auch mit dem Passivgeschäft nicht Schritt, da die Abwicklung der Darlehen vor allem im sozialen Wohnungsbau sehr langsam erfolgt. Der HV am 29. April wird eine auf 9 (8) v. H. erhöhte Divicende vorgeschlagen. t. r.