DIE ZEIT

Die neue Economy-Klasse im Luftverkehr

Seit dem 1. April kostet bei den meisten großen Fluglinien, so bei der Deutschen Lufthansa, ein Flug in der neuen Economy-Klasse zum Beispiel von Frankfurt oder Hamburg nach New York und zurück drei D-Mark weniger als ein einfacher Flug in der de-Luxe-Klasse der gleichen Strecke und häufig im gleichen Flugzeug. Die Fluggesellschaften erläutern die Preisermäßigung in der Economy-Klasse, die noch erheblich billiger ist als die Touristenklasse (477,– DM bei dem Hin- und Rückflug Hamburg–New York) damit, daß die neukonstruierten Sessel noch platzsparender und dabei bequemer sind.

Der Nachteil gegenüber der Touristenklasse besteht darin, daß die Economy-Klasse weit mehr Fluggäste in einem Raum unterbringen muß; zudem gibt es auf diesen Flügen keine warmen Mahlzeiten, sondern belegte Brote (Sandwichs) und außerdem Kaffee, Tee, Milch oder Mineralwasser, so bei der Deutschen Lufthansa. Noch kulanter scheint in dieser Beziehung die SAS (Skandinavian Airlines System) zu sein. Es hat bei der Konkurrenz erregte Auseinandersetzungen darüber gegeben, wann ein Sandwich aufhört, eins zu sein. Jedenfalls sieht man das dänische Smørrebrød (mit vielen Schichten Belag auf einer kleinen Scheibe Brot) im scharfen Wettbewerb als einen Störenfried an. Außerdem hat die skandinavische Fluggesellschaft auf den Transatlantik-Flughäfen eine Verkaufsstelle von SAS-Globetrotter-Refreshment Kits eingerichtet. Diese kleinen Karton-Köfferchen enthalten eine Kollektion in aller Welt beliebter Spirituosen, und sind für 2,75 Dollar (11,55 DM) zollfrei billig zu haben.

Die Fluggesellschaften weisen darauf hin, daß Personen, die in Gruppen reisen, 5 bis 10 v. H., Studenten 25 v. H. und Auswanderern 30 bis 40 v. H. Ermäßigung auch in der Economy-Klasse eingeräumt werden.