Seit dem Sommer 1956 wurden im Bundesgebiet rund 27 000 Shares (Anteils) des Television-Electronics Fund Inc. abgesetzt. Es handelt sich dabei um Anteile eines amerikanischen Spezialinvestmenttrust, in dem Aktien von etwa 150 führenden amerikanischen Unternehmen enthalten sind, die sich ganz oder zum Teil auf den Gebieten des Fernsehens und der Elektrotechnik betätigen. Derartige Spezialfonds wurden von deutschen Investment-Gesellschaften bislang nicht. zusammengestellt. In der Hauptsache deshalb nicht, weil der deutsche Wertpapiermarkt wegen seiner Enge eine Spezialisierung kaum erlaubt. Der anzustrebende möglichst breite Risikoausgleich könnte nicht sichergestellt werden.

Der Teleyision-Electronics-Fonds ist erst relativ jung. Er wurde erst 1948 gegründet. Dennoch hat er in kurzer Zeit eine selbst. für amerikanische Verhältnisse beachtliche Größe erreicht. Das Fondsvermögen stellt sich zur Zeit auf 158 Mill. Dollar, die sich auf 15 Millionen Shares verteilen. Die Rendite im Geschäftsjahr 1957 betrug über 8 v. H. An den Plazierungen folgen sind die Schweiz und Holland mit dem Verkauf von 1,1 Millionen Stück ansehnlich beteiligt.

Um nun auch den Absatz in der Bundesrepublik zu intensivieren, hat sich nunmehr ein Bankenkonsortium gebildet, bestehend aus den Bankhäusern Burkhardt & Co., Essen, Delbrück von der Heydt & Co., Köln, Friedrich Hengst & Co., Offenbach-Frankfurt, Münchmeyer & Co. Hamburg, der Deutschen Effecten- und Wechsel-Bank, Frankfurt-Berlin, sowie den beiden Television-Electronics Fund-Vertretern in der Schweiz und Holland, den Bankhäusern Hentsch & Cie., Genf, und Labouchere & Co. N. V., Amsterdam. ne.