Sehen wir vom Vermächtnis der Antike ganz ab, immer ist Fremdes in den heimischen Bezirk gedrungen: Montezuma sandte Karl dem Fünften aztekische Kunstwerke, die Albrecht Dürer bezauberten; an chinesischer Seide freute sich das Trecento, und Gottfried Benn ergötzt sich an Jurte und Bambuszelt, um sentimentalisch zu folgern: ...und alle trinken / Die Schubertsche Litanei / Und die Räuberwelten versinken / Von Capetown bis Shanghai.

Auch eine andere, eine offene Form des Gedichts wird im Grunde Geschlossenheit behaupten müssen, so gut wie eine Negerskulptur sie innehält. Spekulativische Schwärmerei und die Sucht, der das Neueste nicht neu genug ist, läßt uns an der Tatsache des seiner Sehnsucht gewissen, bedürftigen Menschen nicht vorbeikommen.

In diesem Sinne endete übrigens die Debatte im Literaturblatt der Times. Alles kommt auf die Einverleibung, auf die Verarbeitung der Elemente an, mögen sie aus exotischen Literaturüberlieferungen oder aus dem Altertum des eigenen Landes stammen. Und der letzte, der das Wort ergriff, John Holloway läßt Yeats die unpersönliche Sprache ablehnen, die nicht aus dem individuellen Leben, die überhaupt nicht aus dem Leben erwachsen ist und die das Ding nicht erschafft, das sie nennt, sondern der Jargon des Verkehrs, der Politik, der Verwaltung, der Professoren und der Schnellreisenden ist. ‚Detroit‘ nennt Hans Kaspar eine seiner entzückenden ‚Nachrichten und Notizen’:

"Logical triumph" ist gezüchtet,

die größte Rose der Welt,

ihre zimtfarbenen

Blätter werden