In Nr. 20 vom 15. Mai, bringen Sie einen Artikel über die Altersversorgung der freien Berufe.

In diesem Aufsatz werden insbesondere die Ärzteorganisationen (für die Zahnärzte gilt das gleiche) angesprochen. Diese Organisationen haben sich unter starken Widerständen der Lebensversicherungen, unter großen persönlichen Opfern des einzelnen und ohne Hilfe des Staates Versorgungseinrichtungen geschaffen, die dazu dienen sollen, die Angehörigen des Berufsstandes und deren Angehörige im Alter und bei Invalidität vor den größten wirtschaftlichen Sorgen zu schützen.

Solche Schutzmaßnahmen waren nötig, einmal weil der Berufsstand der Ärzte bekanntlich am Wirtschaftswunder nicht beteiligt ist, dann aber auch, weil das gesamte Vermögen bei den älteren Ärzten schon ein- oder zweimal restlos verlorengegangen ist, ein Schicksal, vor dem sie insbesonders auch der rechtzeitige Abschluß einer Lebensversicherung nicht bewahrt hat.

Diese Versorgungseinrichtungen haben sich gut bewährt und viel Not und Sorge gemildert; sie können und sollen allerdings nicht eine wirkliche Versorgung sicherstellen, sondern können nur vor der äußersten Not schützen. Es bleibt der Zwang für die Ärzte bestehen, in den Sielen zu sterben; von einem zur Ruhe setzen nach dem 65. Lebensjahr, kann nicht die Rede sein.

Unter diesen Umständen berührt es eigenartig, wenn nunmehr die Lebensversicherungen gegen diese Selbsthilfe der Ärzte Sturm laufen, und zwar wie nicht anders zu erwarten, unter Berufung auf das Grundgesetz, wobei natürlich die egoistischen Gründe schamhaft verschwiegen werden.

Dr. W. H., Itzehoe

Antwort: Wir haben die Allgemeine Rentenanstalt Lebens- und Rentenversicherungs-AG (sie gehört dem Arbeitskreis Versorgungswerke freier Berufe an) gebeten, zu Ihrem Schreiben Stellung zu nehmen. Hier die Antwort: