Die Hauptversammlung der Deutsche Schiffahrtsbank AG in Bremen – von 6 Mill. DM AK waren 5,975 Mill. DM mit 5975 Stimmen vertreten – beschloß einstimmig, entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes, aus dem Gewinn von 0,48 Mill. DM 8 (8) v. H. Dividende auszuschütten. Ebenfalls einstimmig wurde die Erhöhung des Grundkapitals um 1 Mill. DM auf 7 Mill. DM mit Gewinnberechtigung ab 1. 1. 1958 beschlossen. Die neuen Aktien sollen im Verhältnis 6 : 1 zum Kurs von 100 v. H. von einem Bankenkonsortium unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre angeboten werden. Darüber hinaus wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des AR eine bedingte Kapitalerhöhung um weitere 1 Mill. DM vorzunehmen.

Vorstandsvorsitzer Dr. Albrecht Schackow gab der Hauptversammlung ergänzend zum Geschäftsbericht einen eingehenden Überblick über das sehr erfolgreiche vergangene Jahr, das dem Institut ein sehr bedeutendes Neugeschäft gebracht hatte. Wenn die tatsächliche Ertragsverbesserung in der achtprozentigen Dividende nicht so zum Ausdruck komme, so erkläre sich das aus kräftig gestärkten Reserven, deren Erhöhung auch im Sinne der Aktionäre den Vorrang vor einer besseren Dividende beanspruchen dürfte. Auf Grund des im wesentlichen abgeschlossenen Wiederaufbaus der deutschen Schiffahrt und einer normalisierten Flottenergänzung rechnet das Institut aber mit einer Verringerung des Neugeschäfts. Ein Stillstand sei aber trotz der gegenwärtigen Tendenz zur Zurückhaltung im Schiffbau nicht zu erwarten. Der Kreditbedarf sei auf längere Sicht noch erheblich.

Zum Passivgeschäft erklärte der Vorstandsvorsitzer, daß ein weiterer Abbau des Kapitalzinses nur behutsam versucht werden dürfe, damit das Gleichgewicht des Marktes nicht wieder gestört wird. Die Deutsche Schiffahrtsbank glaubt jedoch, demnächst den Übergang zu einem 61/2prozentigen Schiffspfandbrieftyp vornehmen zu können und ist, wie Dr. Schackow der HV mitteilte, mit der Vorbereitung einer solchen Emission beschäftigt. Er fügte ergänzend hinzu, daß die geringere Nominalverzinsung allein jedoch noch keine günstigeren Effektivzinssätze für die Gegengeschäfte ermögliche; es komme hierfür auch auf die Kursentwicklung an, die einer hoffentlich weiterhin festen und freundlichen Tendenz am Rentenmarkt überlassen werden müsse.

Für das verstorbene AR-Mitglied Dr. h. c. Fritz Höfermann, Düsseldorf, wurde G. Ladisch (Commerzbank Bankverein), Düsseldorf, neu in den AR gewählt. Sm1.