Mit Befriedigung stellt die Deutsche Schiffsbeleihungs-Bank AG, Hamburg, fest, daß sich das Interesse des Käuferpublikums für Schiffspfandbriefe keineswegs auf den Bereich der küstennahen Gebiete beschränkt. Auch binnenländische Käuferkreise sind mehr und mehr am Absatz beteiligt. Die Tatsache, daß hierbei kleinere und kleinste Posten angefordert wurden, bestätigte die Zunahme der Tendenz, zum langfristigen Sparen auch Schiffspfandbriefe zu benutzen. Im Berichtsjahr 1957 standen 8- und 7prozentige Schiffspfandbriefe des Hamburger Instituts zur Verfügung. Heute werden noch 7prozentige Papiere verkauft, die im übrigen zum steuerbegünstigten Sparen benutzt werden können.

Das Auslaufen der staatlichen Förderung des Schiffsbaus hat die Reeder mehr als früher auf den Kapitalmarkt verwiesen. Infolgedessen ist die Bedeutung der Schiffsbanken bei der Schiffsfinanzierung gewachsen. Das drückt sich in einem gesteigerten Geschäftsvolumen der Institute aus. Bei der Deutschen Schiffsbeleihungs-Bank erhöhten sich im Aktivgeschäft die Ausleihungen an Schiffshypotheken um rund 42 v. H. auf 153,5 Mill. DM. Im Passivgeschäft stieg der Umlauf an Pfandbriefen von 44 auf 72,3 Mill. DM, während gleichzeitig der Bestand an aufgenommenen Schuldscheindarlehen auf 84,6 (60,3) Mill. DM ausgeweitet werden konnte. Insgesamt ist die Bilanzsumme um rund 46 v. H. auf 180,5 Mill. DM gestiegen. Damit ist die zulässige Umlaufsgrenze unter Zugrundelegung des Aktienkapitals und der den offenen Reserven zugefügten Beträge annähernd erreicht, so daß eine Erhöhung des Aktienkapitals notwendig wurde. Inzwischen hat die Hauptversammlung beschlossen, das Grundkapital um 2 auf 7 Millionen DM heraufzusetzen. Gleichzeitig billigte sie den Jahresabschluß für 1957, der eine Dividendenverteilung von wieder 8 v. H. vorsieht. Daneben wurden die offenen Rücklagen um 0,75 auf 2,05 Mill. DM erhöht.

Im laufenden Geschäftsjahr hat sich das Geschäft weiter ausgedehnt. Die Bilanzsumme belief sich per 31. Mai 1958 auf rund 197 Mill. DM. Der Darlehnsbestand hat sich zu diesem Zeitpunkt auf 175 Mill. DM erhöht. -dt