Der Abschluß der Hamburg-Mannheimer Versicherungs AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr 1957 soll der Hauptversammlung am 17. Juli 1958 vorgelegt werden. Als Ereignis von besonderer Bedeutung fällt in das Geschäftsjahr 1957 die Übernahme des Versicherungsbestandes der HANSA Lebensversicherung a. G., die bisher in Verwaltungsgemeinschaft mit der „Hamburg-Mannheimer“, jedoch rechtlich selbständig, geführt wurde. Das eigene Geschäft der „Hamburg-Mannheimer“ im Jahre 1957 weist eine kräftige Aufwärtsentwicklung und eine erhebliche Steigerung des Neugeschäfts gegenüber dem Vorjahr aus. Ende 1957 belief sich der Versicherungsbestand auf 1.745 Mill. DM Versicherungssumme, gegenüber 1,196 Mill. DM am Ende des Vorjahres. Der Reinzuwachs ohne Berücksichtigung des Zugangs aus dem übernommenen HANSA-Bestand betrug 0,362 Mill. DM Versicherungssumme und übertraf den des Vorjahres um 61 v. H. Der bei der „HANSA“ bis zum 30. Dezember 1957 erzielte Überschuß von 1,1 Mill. DM fließt dort voll der Gewinnrückstellung der Versicherten zu. Bei der „Hamburg-Mannheimer“ ergab sich ein Gewinn von 8,2 (6,8) Mill. DM, von dem 7,8 Mill. DM an die Gewinnrückstellung der Versicherten und 0,2 Mill. DM an die freie Rücklage überwiesen werden. Der verbleibende Gewinn soll zur Ausschüttung einer Dividende von 6 v. H. auf das eingezahlte Grundkapital sowie zur Einzahlung auf das ausstehende Grundkapital und für die Vergütung an den Aufsichtsrat verwendet werden.

In der HV der Aachener Rückversicherungs-Gesellschaft wurde der Abschluß für das Jahr 1956/57 verabschiedet. Dem Bericht des Vorstandes ist zu entnehmen, daß die Weiterentwicklung des Geschäftes gute Fortschritte gemacht hat. In der Lebensrückversicherung betrug der Versicherungsbestand Ende 1956 155 Mill. DM Versicherungssumme und 0,129 Mill. Renten. Es wurde beschlossen, 10 v. H. Aktiendividende auf das eingezahlte Kapital und 2 v. H. Bonus für das Geschäftsjahr 1956/57 zu verteilen. Die Aufwärtsentwicklung des Geschäftes hält, wie Generaldirektor Walter Schmidt in der HV mitteilte, auch im Jahre 1957/58 an.

Die HV der Isar-Lebensversicherungs-AG, München, hat den Abschluß für 1957 verabschiedet. Nach einem Bestandszuwachs von 48,7 Mill. DM hat sich die Gesamt-Versicherungssumme auf 406,7 (358,0) Mill. DM erhöht. Die Prämieneinnahmen stiegen auf 14,7 (12,8) Mill. und Die Vermögenserträge auf 2,97 (2,60) Mill DM. Leistungen in die Versicherten erreichten (alles in Mill. DM) 4,55 3,83). Nach der Gewinnausschüttung an die Versicherten von 1,97 (1,75) beträgt die Gewinnreserve 7,24. Von dem Bruttoüberschuß von 2,67 (2,15) gehen 97,5 v.H. an die Versicherten. Die Aktionäre haben 8 (7) v.H. Dividende erhalten.

Die Leipziger Verein-Barmenia Krankenversicherung aufGegenseitigkeit, Wuppertal, berichtet für 1957 wieder von einem erfolgreichen Geschäftsverlauf. Die Beitragseinnahme erhöhte sich von 58,3 um 9,7 v. H. auf 64 Mill. DM. Die Bilanzsumme ist um 15 v. H. von 31,8 auf 36,6 Mill. DM angewachsen. Der Versichertenbestand nähert sich der Millionengrenze, die Zahl der versicherten Personen st von 919 106 auf 947 713 Personen gestiegen. An Kapialerträgen konnten 1,58 (Vj. 1,36) Mill. DM vereinnahmt werden. Versicherungsnehmer mit 1957 leistungsfrei verlaufenen Verträgen – ihre Zahl hat sich gegenüber den Vorjahren weiter erhöht – erhalten aus der Rückstellung für die erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung (2,5 Mill. DM nach Zuweisung) eine Gesundheitsdividende. Sie beträgt für versicherte Familien 33 1/2 v. H. (vier Monatsbeiträge) und für Einzel versicherte 12,5 v. H. (1,5 Monats-Beiträge) des Jahresbeitrages. Erwartungsgemäß stieg die Leistungsquote von 70,06 auf 71,75 v. H. Zusammen mit den Zuweisungen zur Rückstellung für die Beitragsrückerstattung sind den Mitgliedern 79,43 (Vj. 75,02) v. H. der Beitragseinnahmen wieder zugeflossen. Die HV beschloß, die Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung als Gewinnanteil im Zuge der geplanten Tarifumstellung an die Mitglieder zu verteilen.

Bei der Volkshilfe Lebensversicherungs-AG, Berlin-Köln, wurde am 31. Dezember 1957 als Versicherungsbestand eine Summe von 960,5 Mill. DM ausgewiesen. Die Beitragseinnahmen erreichten eine Höhe von 49,3 Mill. (+12,5 v. H.). Die Aktionärsdividende für 1957 betrug 10 v.H. für das volleingezahlte Grundkapital von 2 Mill. DM. Durch Beschluß der HV wurde das AK auf 3 Mill. DM erhöht. In den ersten vier Monaten dieses Jahres ist eine weitere günstige Entwicklung zu verzeichnen.

Die Karlsruher Lebensversicherung AG berichtet in ihrem Abschluß für 1957 über eine weiterhin günstige Entwicklung und durchweg gestiegene Erfolgszahlen. So belief sich der gesamte Zugang auf 317,5 (257,6) Mill. DM Versicherungssumme. Die Abgänge durch Rückkäufe, Verfall und Herabsetzung der Versicherungssummen lagen unter 3 v. H. des Versicherungsbestandes. Dieser hat Ende 1957 eine Versicherungssumme von 1452 (1228) Mill. DM erreicht und im April 1958 die Höhe von 1,5 Mrd. DM überschritten. Die Prämieneinnahmen stiegen von 51,2 auf 60,7, die Kapitalerträge von 13,3 auf 16,2 Mill. DM. Die Steigerung der Einnahmen aus Prämien und Kapitalerträgen bewirkte in Verbindung mit einem zufriedenstellenden Sterblichkeitsverlauf und relativ gesunkenen Kosten eine wesentliche Erhöhung des Überschusses von 9 Mill. im Vorjahre auf 12,3 Mill. DM. Aus diesem Überschuß wird die Gewinnreserve der Versicherten mit 12,2 Mill. DM dotiert und erreicht damit einen Betrag von über 42 Mill. DM. Bemerkenswert ist die Befriedigung von Altsparerentschädigungen von bisher 4,8 Mill., von denen 2,9 Mill. aus Mitteln der Gesellschaft für Vorfinanzierungen zur Verfügung gestellt wurden. Der am 30. Juni 1958 stattfindenden Hauptversammlung wird eine Dividende von unverändert 8 v.H. auf das eingezahlte Grundkapital vorgeschlagen.