Das Aktienkapital der Deutschen Bau- und Bodenbank AG, Berlin–Frankfurt, gehört zu 65 v. H. dem Bund und zu 28 v. H. dem Land Nordrhein-Westfalen. Beide sind weniger daran interessiert, daß das Institut große Gewinne erzielt, als daß es seine Dienste möglichst billig der deutschen Bauwirtschaft zur Verfügung stellt. Hauptaufgabengebiet der Bank ist die Bauzwischenfinanzierung, d. h. die Bereitstellung von Mitteln für die Zeit vom Baubeginn bis zur Auszahlung der zugesagten Hypotheken. Zu diesem Zwecke refinanziert sich das Institut vor allem bei Hypothekenbanken und Bausparkassen, die die Mittel, die sich bei ihnen zwischen den Hypothekenzusagen und den Hypothekenauszahlungen ansammeln, mittelfristig zur Bau- und Bodenbank, geben. Einen weiteren Finanzierungsrückhalt findet die Bank bei ihren beiden Hauptaktionären, die aus Etatmitteln und Kassenreserven entsprechende Darlehen zur Verfügung stellen.

Die Mittel, die der Deutschen Bau und Bodenbank zur Verfügung stehen, dürften heute nicht allzuweit von der halben Milliarde entfernt liegen: ihnen steht ein Kreditvolumen von 330 Millionen DM gegenüber. Die flüssigen Mittel, vor allem die Barbestände, sind sehr groß. Zu einem gewissen Teil sind die hohen Landeszentralbankguthaben (93 Mill. DM) darauf zurückzuführen, daß am Jahresultimo die Bausparkassen aus bilanz-optischen Gründen hohe Sichteinlagen bei der Bau- und Bodenbank unterhalten. Aber auch hiervon abgesehen, muß die Bank große Barbestände besitzen, weil sowohl die Wertpapierbestände wie das Wechselportefeuille im Verhältnis zu dem, was sonst die Banken unterhalten, klein ist. Allerdings bestehen dafür weder über Diskont noch über Lombard große Rückgriffsmöglichkeiten auf die Notenbank, vor allem, seitdem Bauwechsel nicht mehr zentralbankfähig sind. -eb