Zehn Tage sind seit dem Umsturz im Iral vergangen – über eine Woche seit der anglo-amerikanischen Intervention im Libanon und in Jordanien. Jetzt erst, da sich die Staubwolken verzogen haben, die diese Ereignisse aufwirbelten, läßt sich die Frage beantworten, worum es eigentlich ging. Wir haben deshalb sechs unserer Korrespondenten in den Brennpunkten des Geschehens gebeten, die Hintergründe der Krise auszuleuchten und den Beweggründen der beteiligten Regierungen nachzuspüren – Beweggründen, die auch weiterhin die Entschlüsse der Politiker bestimmen werden. Ein ausschlaggebender Faktor für das amerikanische Eingreifen war nach der Darstellung unseres Washingtoner Mitarbeiters die Besorgnis, Israel könne sich in einen Präventivkrieg gegen Nasser stürzen. Unser Londoner Berichterstatter zählt sieben Gründe für das englische Verhalten auf; die Stimmung in den arabischen Ländern schildert unser Mitarbeiter in Damaskus. Aus Bonn, Rom und Paris berichten unsere Korrespondenten über die Haltung der drei westlichen Regierungen, die sich wäirend der jüngsten Krise in Mittelost abseits hielten.