In einem Ausblick auf das Jahr 1958 stellt die Scholven-Chemie AG, Gelsenkirchen-Bür, eine 100prozentige Tochtergesellschaft der bundeseigenen Bergwerksgesellschaft Hibernia AG Herne (Westf.), fest, daß die von ihr erzeugten Produkte bisher zwar abgesetzt werden konnten, die Preise jedoch eine sinkende Tendenz zeigten. Die mehrfache Senkung der Zapfstellenpreise für Benzin im April 1958 haben sich auf die Erlöse sehr stark ausgewirkt. Die augenblicklichen Heizölpreise sind Verlustpreise. Es sei jedoch zu hoffen, daß sie sich auch in der Bundesrepublik wieder den Weltmarktpreisen angleichen werden. Die Scholven-Chemie wird ihre neue Polyäthylenanlage um die Jahreswende 1958/59 in Betrieb nehmen. Die Kapazität dieser Anlage nach dem Ziegler-Verfahren wird zunächst 6000 Jahrestonnen betragen. Erweiterungsmöglichkeiten sind vorgesehen.

Die Bruttoerlöse erhöhten sich 1957 von 251,2 Mill. DM um 26,7 Mill. DM auf 277 Mill. DM. Nach Aussonderung der Beträge für vorgelegte Mineralölsteuern wurden 1957 an Umsätzen 263,3 Mill. DM erzielt, gegenüber 237,3 Mill. DM im Jahre 1956. Zur Finanzierung der Erweiterung der Erdölanlagen, die Errichtung der Polyäthylenanlage und anderer Bauvorhaben wurde das Grundkapital von 40 auf 80 Mill. DM erhöht und eine Teilschuldverschreibungsanleihe in Höhe von 30 Mill. DM begeben. Die Investitionen verminderten sich auf 25,9, gegenüber 33,2 Mill. DM im Vorjahr. Das in die Organschaftsabrechnung eingehende Ergebnis beträgt nach gesonderter Verrechnung der Ertragssteuer 5,503 (i. V. 3,208) Mill. DM. die Abschreibungen auf das Anlagevermögen erhöhten sich um 2,2 auf 19,88 Mill. DM. Der Rohertrag hat sich hauptsächlich durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit um 11,16 auf 64,92 Mill. DM erhöht. Bei den ao. Erträgen ergab sich ein Rückgang um 1,85 auf 0,65 Mill. DM. H. B.

*

Die Verwaltung der Schlesische AG für Bergbau und Zinkhüttenbetrieb, Braunschweig, stellt gegenwärtig überlegungen darüber an, ob in absehbarer Zeit ein Vorschlag üter die Bedienung der 1940 aufgelegten 4 1/2prozentigen Obligationsanleihe von 10 Mill. RM unterbreitet werden kann, die im Verhältnis 10:1 umgestellt wurde und in der Bilanz zum 31. 12. 1957 noch mit 0,81 (0,72) Mill. DM ausgewiesen wird. Für etwa 0,19 Mill. DM hatte eine Reihe von Obligationären bereits Tilgung im Wege des Vertragshilfeverfahrens beantragt. Die Bedienung ruht augenblicklich nach den Bestimmungen des Bundes-Vertriebenengesetzes. Wie aus dem Vorstandsbericht über das Geschäftsjahr 1957 hervorgeht, trägt sich die Gesellschaft mit der Absicht, eine Regelung vorzunehmen, die sich auf das im Kriegsfolgengesetz vorgesehene Vertragshilfeverfahren stützt und für das Unternehmen wirtschaftlich tragbar ist.

Die American Expreß Company mbH hat jetzt auch weder eine Filiale in Hamburg errichtet. Die neue Hamburger Niederlassung ist die 403. Filiale in einem Netz, das 35 Länder umspannt. Die Gesellschaft vereinigt drei Geschäftsbereiche: Bank, Spediteur und Reisebüro.

Die Beton- und Monierbau AG, Düsseldorf, hat für 1957 wieder 11 v. H. ausgeschüttet.