Die Krauss-Maffei Aktiengesellschaft, München, deren Kapital zu über 51 Prozent bei Buderus liegt, hat die Produktion 1957 ausgeweitet und den Umsatz gesteigert. Das Jahresergebnis gestattet die Ausschüttung von wieder 7 v. H. Dividende. Insgesamt wurde ein Umsatz von (in Mill. DM) 107,9 gegen 96,5 (93,3) erzielt. Die Erweiterung des Geschäftsumfanges spiegelt sich auch in der Bilanz, deren Endsumme auf 79,43 (74,58) zugenommen hat. Von den Investierungen von 8,36 (4,09) wurden 4‚38 (3,10) durch Abschreibungen und der Rest aus den bereits 1958 aufgenommenen noch nicht verbrauchten mittelfristigen Darlehen von 13,50 finanziert.

Im Rahmen der Produktion ist die Trenntechnik hinter dem Lokomotivbau an die zweite Stelle gerückt. An der fortgesetzten Elektrifizierung der Hauptstrecken der Bundesbahn war die Gesellschaft durch einen weiteren Auftrag auf elektrische Vollbahnlokomotiven beteiligt. Größere Industriebetriebe zeigten sich im Gegensatz zu den Vorjahren bei der Umstellung des innerbetrieblichen Transportes auf Diesellokomotiven zurückhaltender. Auch die Beschränkung der Investitionen für den Ausbau der Binnenhäfen wirkte sich nachteilig aus. Im Exportgeschäft war der Abschluß eines Lizenzvertrages über den Nachbau der bei der Bundesbahn bewährten dieselhydraulischen Vollbahnlokomotive Type V 200 bei englischen staatlichen und privaten Lokomotivfabriken für die Zwecke der englischen Staatsbahn von besonderer Bedeutung. In Südafrika wurden zur Durchführung größerer Aufträge die Krauss Maffei SA gegründet. Das Omnibusgeschäft erfuhr eine leichte Steigerung. 1958 erwartet man bei bisher befriedigendem Auftragseingang etwa die gleichen Umsätze. Der Gewinn wird mit 0,96 (0,95) und einschließlich Vortrag mit 0,98 ausgewiesen. Bei 42,15 (36,39) Jahresertrag und 31,40 (29,33) Personalkosten beanspruchten Steuern 3,96 (2,20) und Zinsen 1,46 (1,02).

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Die Neckar AG in Stuttgart, die mit dem Ausbau des Neckarkanals beauftragt ist, konnte das vereinbarte Bauprogramm auch 1957 planmäßig fortführen. Am 31. März 1958 ist der Hafen Stuttgart, wie vorgesehen, eröffnet worden. Die zunächst wichtigste Aufgabe der Gesellschaft ist nunmehr der Bau der fünf noch fehlenden zweiten Schleusen im Zuge der Kanalstrecke Mannheim-Heilbronn. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr für reine Baukosten 20,9 (i. V. 25,8) Mill. DM aufgewendet. Die Erträge der Gesellschaft sind 1957 stark auf 9,23 (6,24) Mill. DM gestiegen. Die darin enthaltenen Einnahmen aus den 16 von der Gesellschaft betriebenen und den 6 von ihr verpachteten Wasserkraftwerken an den Neckarstaustufen erhöhten sich trotz einer geringeren Stromerzeugung von 429 (475) Mill. kWh auf 5,72 (5,05) Mill. DM. Der Überschuß erhöhte sich auf 3,01 (2,58) Mill. DM. Er wird mit 1,94 (2,12) Mill. DM den Mitteln für den Ausbau der Schiffahrtsstraße und mit 0,93 (0,32) denen für den Bau der zweiten Schleusen zugeführt.

Das Bilanzvolumen der Metallhüttenwerke Lübeck Aktiengesellschaft, Lübeck-Herrenwyk, eines zur Flick-Gruppe gehörenden Unternehmens, hat sich 1956/57 (30. 6.) von (alles in Mill. DM) 81,86 auf 98,29 erhöht. In der Berichtszeit wurde eine Schachtelbeteiligung bei Buderus erworben, so daß das Beteiligungskonto auf 27,60 (6,79) stieg. Auf Anlagen erfolgten Zugänge von 7,86 (8,29), denen Abschreibungen von 4,56 (4,45) gegenüberstehen. Das Gesamt-Anlagevermögen stieg daher mit den Beteiligungen auf 53,92 (29,87). Die weitere Finanzierung erfolgte durch die Kapitalerhöhung auf 24,0 (16,0) sowie durch Fremdmittel. Die Geschäftslage war im allgemeinen befriedigend, doch wurden Produktion und Absatz durch den 3 1/2 monatigen Metallarbeiterstreik beeinflußt. Die Geschäftslage der Beteiligungsgesellschaften, zu denen auch die MaK Maschinenbau Kiel AG, Kiel; und die Hüttenwerke Kayser AG, Lünen, gehören, wird als zufriedenstellend bezeichnet. Es werden wieder 8 v. H. Dividende vorgeschlagen. Der Gewinn ist von 1,29 auf 1,95 und mit dem Vortrag auf 2,27 gestiegen.