Bei der Feldmühle Papier- und Zellstoffwerke Aktiengesellschaft, Düsseldorf-Oberkassel, trat eine weitere Aufwärtsentwicklung von Produktion und Umsatz ein. Als größter Papiererzeuger im Gemeinsamen Markt produzierte die Gesellschaft im vergangenen Jahr 279 000 t (267 000 t) Papier und Karton. Die Chemie-Produktion entwickelte sich wieder zufriedenstellend. Nach dem Jahresbericht mußte die westdeutsche Papierindustrie wieder erhebliche Kostensteigerungen hinnehmen, die hauptsächlich aus Lohnerhöhungen und gestiegenen Energiepreisen resultierten. Obwohl die Kostensteigerungen nur teilweise durch Rationalisierungsmaßnahmen aufgefangen werden konnten, gelang es, das Niveau der Papierpreise weitgehend stabil zu halten.

Die Umsätze erhöhten sich um 7 v. H. (13 v. H.) auf (alles in Mill. DM) 386,0 (360,0). Hierin ist nicht der Umsatz der Wolff & Co. KG. aA., Walsrode, von 73,0 (66,0) enthalten. Die Feldmühle-Beteiligung an der Fa. Wolff beträgt 75 v. H. Laut Erfolgsrechnung verblieb nach Dotierung der Rücklagen mit 1,00 (–) ein Gewinn von 4,48 (4,21). Es sollen wieder 11 v. H. Dividende verteilt und 0,18 vorgetragen werden.

Der Rohertrag ist mit 65,32 (63,15) ausgewiesen, die Steuern gingen auf der anderen Seite auf 11,44 (14,17) zurück, im wesentlichen dadurch, daß 1956 noch ein Teil der sich aus einer Buchprüfung ergebenden Steuerverpflichtungen als Aufwand zu verrechnen war. Die Anlagezugänge waren mit 53,19 (17,32) mehr als dreimal so hoch als im letzten Jahr. Durch Abschreibungen wurde! 19,61 (14,32) gedeckt. Ferner sind die Bankguthaben auf 9,07 (23,08) abgebaut worden. Außerdem wurden Wertpapiere (i.V. 6,81) verkauft. Trotz der erhöhten Anlagen vor 112,89. (90,21) und der höheren Vorräte von 34,08 (27,16) ging das Vermögen auf 174,16 (176,20) zurück, da neben den flüssigen Mitteln auch Forderungen an Tochtergesellschaften auf 0,90 (8,18) absanken. Die Finanzierung erfolgt durch 51,73 (50,73) Eigenmittel, 53,66 (61,87) Rückstellungen, davon 25,48 (24,36) Altersfürsorge und 63,24 (58,15) weitere Fremdmittel einschließlich der 30,0 Anleihe. Vermögensabgabe 15,38, beschäftigt wurden 6688 Mitarbeiter. Im laufenden Jahr hat sich der Wettbewerb auf dem Papier- und Kartonmarkt verschärft. Die weiten Entwicklung muß teilweise mit Zurückhaltung beurteilt werden. ke