Der Lebensversicherungsbestand der Nürnberger Lebensversicherung A. G., Nürnberg, hat sich 1957 um (in Mill, DM) 135,6 (115,4) auf 1171,0 erhöht. Er ist inzwischen auf 1230,0 angewachsen. Das Beitragsaufkommen, das in den letzten vier Jahren um mehr als 50 v. H. gestiegen ist, betrug im Berichtsjahr 61,2 gegen 53,4 (40,0). Mit diesem Zuwachs wurde die stärkste Zunahme der letzten zehn Jahre im Neugeschäft erreicht. Hierzu haben die sogenannten Befreiungsversicherungen wesentlich beigetragen. Mit Versicherungsleistungen von 16,6 ist seit der Währungsreform die 100-Millionen-Grenze überschritten worden. Das Unternehmen weist Ende 1957 Kapitalanlagen von 195,5 (162,2) aus. Der Anteil der Ausgleichsforderungen beträgt nur noch 10,3 (12) v. H. Der Zinsertrag der Kapitalanlgen nahm auf 7,13 (6,74) v. H. zu. Nach freiwilligen Sozialleistungen von 0,73 (0,62) beträgt der Gesamtüberschuß 12,0 (10,3). Hiervon kommen den Versicherten wieder durch die Rückstellung für Beitragsrückerstattung mehr als 99 v. H. zugute. Die Gewinnanteile der Versicherten konnten erneut wesentlich erhöht werden. Die Aktionäre haben 10 (8) Prozent Dividende erhalten.

Bei der Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG, Nürnberg, konnten die Beitragseinnahmen im fünften Geschäftsjahr 1957 um (in Mill. DM) 19,45 (26,3) v. H. auf 16,2 vermehrt werden. Die Zahl der Versicherungsverträge wuchs auf 461 742 (351 219). Während der Anteil der Kraftfahrversicherung am Beitragsaufkommen merklich zurückging, hat sich das Neugeschäft in der allgemeinen Haftpflicht-, Feuer-, Einbruchdiebstahl- und Glasversicherung besonders kräftig entwickelt. Der Schadensverlauf war, mit Ausnahme der Kraftfahr-Haftpflichtversicherung günstig. Diese brachte wieder einen wesentlich höheren Verlust, der allerdings durch die Entwicklung der Kraftfahr-Unfall- und Fahrzeug-Versicherung mehr als ausgeglichen wurde. Nach freiwilligen Sozialleistungen von 0,28 (0,25) erhielten die Reserven 0,50 (0,39). Sie betragen nunmehr 2,0 und das Kapital unverändert 3,0. Schadensreserven und Beitragsüberträge haben auf 16,9 (12,9) zugenommen. Aus dem Gewinn von 0,15 (0,11) wurden 8 (6) Prozent Dividende gezahlt.

Bei der Mannheimer Versicherungsgesellschaft Mannheim ist im Jahre 1957 die Brutto-Prämie erneut um (alles in Mill. DM) 6,6 (7,6), also fast 12 v. H. (15 v.H.) gewachsen und die Netto-Prämie um 15 v. H. Insgesamt wurden 63,23 (56,60) vereinnahmt. Der Bruttoschaden für das selbstangeschlossene Geschäft verbesserte sich weiter. Wenn trotzdem das technische Ergebnis mit einem Verlust abschließt, so liegt das allein an dem hereingenommenen Rückversicherungsgeschäft, das dieses Mal außer in den HUK-Sparten auch in der Transport- und Feuerversicherung Verluste gebracht hat. Die Verminderung der verlustbringenden Verträge in der Kraftverkehrs-Versicherung konnte sich für das Jahr 1957 noch nicht auswirken, da in der Rückversicherung jetzt erst die Ergebnisse des Jahres 1956 verrechnet worden sind. Es Verden 10 v. H. (8 v. H.) Dividende vorgeschlagen. Die HV (31. 7.) wird über die Kapitalverdoppelung auf 3,20 Beschluß fassen. Die neuen Aktien werden 1:1 zu 100 v. H. mit 50 v. H. Einzahlung angeboten.

Der Württembergische Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Lebens- und Abonnentenversicherung in Stuttgart, erzielte im Jahre 1957 eine Zunahme des Versicherungsbestandes um 41 (i. V. 39) Mill. DM auf 360 (319) Mill. DM. Die Beitragseinnahmen stiegen auf 19,0 (16,7) Mill. DM; sie dürften, wie die Verwaltung mitteilt, im laufenden Jahre, in dem der Verein auf sein 50jähriges Bestehen zurückblicken kann, bei der weiter anhaltenden Aufwärtsentwicklung auf über 20 Mill. DM steigen. Die Kapitalanlagen erhöhten sich im Berichtsjahr um 7,5 (5,6) Mill. DM auf 40,2 Mill. DM. Bei einem sowohl in der Lebens- als auch in der Abonnentenversicherung günstigen Ergebnis erzielte das Institut im vergangenen Jahr einen Bruttoüberschuß von 3,06 (2,39) Mill. DM. Er fließt zu rund 96 v. H. der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zu. Der Rest geht in die allgemeine Rücklage.

Die „Prima“ Lebensversicherungsverein aG hat der Mitgliedervertretung den Rechnungsabschluß für das Jahr 1957 vorgelegt. Wie aus dem Geschäftsbericht entnommen werden kann, hat die Entwicklung des Vereins im Jahre 1957 einen günstigen Verlauf genommen. Die in Deckung genommene Versicherungssumme belief sich zum 31. Dezember 1957 auf 110,833 Mill. DM, die Policenanzahl zum gleichen Zeitpunkt auf 190 788 Stück. Die Beitragseinnahmen sind gegenüber dem Vorjahr um 464 700 DM auf 4 861 700 DM gestiegen. An Leistungen an Versicherte wurden 1 100 900 DM ausgezahlt. Die Deckungsrückstellung einschließlich der Beitragsüberträge erhöhte sich um 1,854 Mill. DM auf 15,888 Mill. DM. Die Bilanzsumme beträgt 20,101 Mill. DM. Der Überschuß des Geschäftsjahres ist mit 326 937,83 DM ausgewiesen, von dem 309 286 DM in die Gewinnrücklage der Versicherten fließen. Den Versicherten sind 20 v. H. einer Jahresprämie in der Großlebensversicherung und 6 v. H. einer Jahresprämie in der Kleinlebensversicherung zugesprochen worden. Damit wird die Gewinnverteilung seit der Aufnahme im Jahr 1954 in unveränderter Höhe fortgeführt.

Die „Prima“ Privatkrankenkasse V.V. aG hat der Mitgliedervertretung den Rechnungsabschluß für das Jahr 1957 vorgelegt. Die geschäftliche Entwicklung stand unter dem Einfluß des Gesetzes zur Verbesserung der wirtschaftlichen Sicherung der Arbeiter im Krankheitsfalle, das das Interesse am Abschluß privater Krankentagegeldversicherungen erheblich verminderte. Infolgedessen war eine Abnahme des Mitgliederbestandes auf 98353 Personen Ende 1957 festzustellen, während dieBeitragseinnahmen einschließlich Nebenleistungen mit 5,608 Mill. DM fast unverändert gegenüber dem Vorjahr ausgewiesen sind. Die Versicherungsleistungen betrugen 3,361 Mill. DM. Trotz der Auswirkungen des Lohnfortzahlungsgesetzes und der beträchtlich gestiegenen Kosten infolge Erhöhung der Tarifgehälter, Änderung der Ortsklasseneinteilung, Anhebung der Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung und der Beiträge zur Angestelltenversicherung schließt das Geschäftsjahr 1957 mit einem Überschuß von 23 887,85 DM ab.

Der Jahresabschluß 1957 der „Alte Volksfürsorge“ Gewerkschaftlich-Genossenschaftliche Lebensversicherungsaktiengesellschaft, Hamburg, der verabschiedet wurde, weist auch für das vergangene Jahr eine erfreuliche Geschäftsentwicklung dieses Unternehmens auf. Auffallend ist vor allem, daß der Neuzugang an Kleinlebensversicherungen im Berichtsjahr den des Jahres 1956 beachtlich übertroffen hat. Bemerkenswert ist ferner die Tatsache, daß durch eine abermals auf 25 v. H. der Jahresprämie festgesetzte Gewinnbeteiligung der Versicherten für das Geschäftsjahr 1957 nunmehr die in den Jahren 1949–1957 gewährte Versicherten-Dividende – ausschließlich Zinsen und Zinseszinsen – insgesamt 200 v. H. einer Jahresprämie erreicht hat; an dieser Gewinnbeteiligung partizipieren die Versicherungen je nach der Dauer ihres Bestehens. Ende 1957 konnte die „Alte Volksfürsorge“ einen Gesamtbestand von 3,7 Millionen Versicherungen mit einer Versicherungssumme von 2,2 Mrd. DM verzeichnen. Die Versicherungsleistungen betrugen im Jahre 1957 24,5 Mill. DM, gegenüber 22 Mill. DM im Vorjahr. Die Prämieneinnahmen erhöhten sich von 114,3 Mill. DM auf 129,5 Mill. DM im Jahre 1957.

Die MIDEC S.A., die im März 1958 von Firmen aus westeuropäischen Ländern, den USA und Staaten des Vorderen Orients gegründet wurde, hat inzwischen Büros in Beirut für den Mitleren Osten sowie in Den Haag für die Beziehungen zu den westlichen Ländern und den Vereinigten Staaten von Amerika eröffnet. Ziel der Gesellschaft ist die Mitarbeit bei der Auswahl, Überprüfung und Durchführung privater Industrialisierungsprojekte im Nahen und Mittleren Osten unter Hinzuziehung einheimischen Kapitals. Neben technischer Beratung, Erfahrungsaustausch und Leitung neuer Unternehmungen ist die Zusammenarbeit bei der Finanzierung von Kapitalgüterlieferungen in Aussicht genommen.