In der Präsenz der oHV der Phoenix-Gummiwerke AG, Hamburg-Harburg, kam deutlich die Tatsache zum Ausdruck, daß sich das Kapital der Gesellschaft zum wesentlichen Teil in festen Händen befindet und der Kreis der außenstehenden Aktionäre relativ klein ist. Es waren mit 23,80 Mill. DM rund 95,2 v. H. des Grundkapitals vertreten. Wie der Aufsichtsratsvorsitzer, Dr. jur. h. c. Albert Schäfer, zum Ausdruck brachte, betrachtet die Firestone Tire & Rubber Company die Phoenix, an welcher sie mit 25 v. H. beteiligt ist, als das tragende Unternehmen ihrer europäischen Organisation. Die HV beschloß aus dem Reingewinn von 2,73 Mill. DM die Ausschüttung von 9 v. H. Dividende sowie von 2 v. H. Bonus auf das Grundkapital von 25 Mill. DM, wobei die jungen Aktien aus der vorjährigen Kapitalerhöhung erst für die zweite Jahreshälfte gewinnberechtigt sind.

über die Geschäftsentwicklung und zu den künftigen Investitionsvorhaben berichtete Generaldirektor Otto A. Friedrich; seine Ausführungen wurden in einem Gespräch mit der Presse noch ergänzt. (Siehe Seite 13.) Die Nachfrage im Inland ist im ersten Halbjahr 1958 gut gewesen, so daß der Umsatz des Unternehmens weiter angestiegen ist. Von dem weit gestreuten Produktionsprogramm entfällt etwa die Hälfte auf das Reifengeschäft und der Rest auf änderte Gummiwaren. Die steigende Kraftwagenproduktion hat zu erhöhten Zulieferungen von Reifen und technischem Zubehör für Personenwagen geführt, während die Erstausstattung von Lastkraftwagen und Anhängern unter dem Niveau des Vorjahres lag. Das Ersatzreifengeschäft hat dagegen in allen Zweigen das Vorjahr übertroffen. Der Absatz in technischen Gummierzeugnissen entwickelte sich bei reger Nachfrage stetig; entsprechendes gilt auch für Sommer- und Winterschuhe, Stiefel und Sportwaren. Als älteste Gummischuh-Fabrik des Kontinents konnte die Gesellschaft ihre Position trotz zunehmender Importe aus Hongkong und Japan behaupten. Im großen und ganzen läßt die Absatzentwicklung im Inlandgeschäft auf ein Anhalten der Verbrauchernachfrage und damit auf einen Fortgang der guten Konjunktur in der Bundesrepublik Deutschland schließen. Ungünstiger hat sich dagegen der Export entwickelt, da sich ganze Ländergruppen infolge von Währungsschwierigkeiten gezwungen gesehen hätten, ihre Importe einzuschränken. kt

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Die Hauptversammlung der Thuringia Versicherungs-AG, München, beschloß antragsgemäß für 1957 aus dem Reingewinn von wieder 0,43 Mill. DM eine Dividende von wieder 10 v. H. zuzüglich 2 v. H. Bonus auf das eingezahlte Grundkapital von 3‚30 Mill. DM. Die Beitragseinnahmen, der Gesellschaft erreichten 50,71 (43,89) Mill. DM, von denen 43,46 Mill. DM auf das direkte Geschäft entfallen. Gegenüber dem Vorjahr betrug der Beitragszuwachs im direkten Geschäft 15,91 v. H., im indirekten Geschäft 13,27 v. H. und für das gesamte Versicherungsgeschäft 15,53 v. H. Die Kraft-Haftpflichtversicherung bleibt weiterhin der größte Einzelzweig. Jedoch hat sich auch die Feuerversicherung befriedigend entwickelt.