Die Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft, Düsseldorf, verteilt für das Geschäftsjahr 1957 eine um 1 auf 10 v. H. erhöhte Dividende. Damit setzt die Gesellschaft die stetige Dividendenpolitik fort. Von dem um 15 auf 60 Mill. DM erhöhten Grundkapital sind die jungen Aktien zu einem Viertel dividendenberechtigt. Der Beschluß erfolgte, wie der Vorsitzende des Vorstandes, Dr. Darge, vor der Presse mitteilte, "nicht ohne Blick auf die Kontinuität". Man hoffe, auch für das laufende Jahr die gleiche Dividende von 10. v. H. zahlen zu können. Die Körperschaftssteueränderung werde sich für die Gesellschaft erst 1959 auswirken. Diesen Möglichkeiten trage, wie Dr. Glatzel vom Vorstand bemerkte, die erwogene Aufstockung des Kapitals um höchstens ein Viertel Rechnung. Dr. Darge wies zu dieser Ankündigung darauf hin, daß eine Holdinggesellschaft wegen der geringen Möglichkeiten der Bildung von Rückstellungen und Wertberichtigungen hohe Rücklagen haben müsse; einige Beteiligungen, darunter die Steinkohlenbergwerk Westfalen AG (Ahlen) und die Askania-Werke AG (Berlin), seien überbewertet. Man dürfe nicht die Gefahr der Dividendensenkung durch Kapitalverwässerung eingehen.

Das Berichtsjahr brachte eine Verlangsamung des Aufstiegs. Der Umsatz stieg nur noch um 2 v. H. (gegenüber 6 bzw. 19 v. H. in den beiden vorangegangenen Jahren) auf etwa 450 Mill. DM. Von den drei Gruppen, in denen die Conti-Gas als Holding durch ihre Tochtergesellschaften tätig ist, hatte der Bergbau eine Erhöhung von 12,5 (i. V. 13,7) v. H., die Energieversorgung von 5 (i. V. 7,9), die Elektroindustrie jedoch einen Rückgang von 3 v. H. gegenüber einer Zunahme von 3,3 v. H. im Vorjahr. Die Entwicklung im ersten Halbjahr 1958 brachte nur eine minimale Erhöhung. In der Elektroindustrie stiegen Umsätze und Aufträge wieder leicht an, der Auftragsbestand lag am Ende des ersten Halbjahres um 11 v. H. über dem der vergleichbaren Vorjahreszeit. Im Bergbau gab es einen Rückschlag. Eine Monatsproduktion von Koks liegt auf den Halden. L. F.