Die Hauptversammlung der Rheinisch-Westfälische Kalkwerke Dornap AG, Dornap, beschloß für das Geschäftsjahr 1957 wieder 6 v. H. Dividende auf das alte Aktienkapital von 17,56 Mill. DM und 1,5 v. H. Dividende auf die Kapitalzuführung von 17,82 Mill. DM (dividendenberechtigt ab 1. 10. 57). Auf die Äußerung eines Kleinaktionärs, daß man künftig erheblich höhere Dividenden von Kalk Dornap erwarte, erwiderte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. F. Elshoff (Hüttenunion), daß bereits für die jetzige Dividende von 6 v. H. ein Rückgriff auf die Rücklagen notwendig war. Vertreten waren 97,4 v. H. des Aktienkapitals. Der Anteil der Kleinaktionäre beträgt 7,16 v. H.

Vorstandsmitglied Dr. P. Ugowski führte auf der Hauptversammlung aus, daß sich die Struktur des Umsatzes ungünstig entwickelt hat. Während im Jahre 1956 die veredelten Produkte noch 22 v. H. des Umsatzes ausmachten, fiel dieser Anteil 1957 auf 17 v. H. ab. Erschwerend wirken sich auch die Kostensteigerungen aus, die zu einer Erhöhung der Verkaufspreise geführt haben. Das Unternehmen habe bei der Zementanlage im Anlaufsjahr einen beträchtlichen Verlust (etwa 1,3 Mill. DM bei 0,9 Mill. DM Abschreibungen) in Kauf nehmen müssen. Ugowski führte ferner aus, daß das Unternehmen in den letzten Jahren bei Anlageabgängen stets erhebliche Buchverluste gehabt habe. Die Rentabilität des Unternehmens habe sich trotz eindeutiger Rationalisierungserfolge noch nicht durchgreifend gebessert. Trotzdem beurteilt Ugowski das Geschäft im Jahr 1958 relativ günstig. D. W.