Die Didier-Werke AG, Wiesbaden, konnten im Geschäftsjahr 1957 den hohen Beschäftigungsstand des Vorjahres halten. Erst im letzten Jahresdrittel ließ der nachlassende Auftragseingang auch bei Didier die ersten Anzeichen einer Konjunkturabschwächung erkennen. Der hohe Auftragsbestand zu Beginn des Berichtsjahres und eine nochmalige Ausweitung des Exportes (Exportanteil am Gesamtumsatz 29,6 v. H.) im Zusammenhang mit Großgeschäften ließen jedoch die Leistungszahlen, noch über den hohen Beschäftigungsstand des Vorjahres ansteigen.

Um das Risiko zu streuen, ist Didier noch stärker als in den Vorjahren in das Industrieanlagengeschäft gestiegen, dessen Anteil nunmehr bei 40 v. H. des Gesamtumsatzes liegt. Die am 19. März beschlossene Aufstockung des Aktienkapitals um 4,6 auf 23,95 Mill. DM war hinsichtlich des Verhältnisses von Eigen- und Fremdkapital berechtigt. Die Verwendung inländischer Rohstoffe, deren Preise unter dem spürbaren Druck steigernder Löhne standen, sowie die stark gestiegenen Personalaufwendungen, brachten die Erträge immer fühlbarer in die Zange der aufwärts steigenden Kosten- und der nachlassenden Erlösentwicklungen, zumal da in der Grobkeramik der hohe Lohnanteil den Rationalisierungsmaßnahmen Grenzen setzte. Dennoch wird eine Dividende von 12 v. H. gezahlt. R. W.