Die Hauptversammlung der Rheinische Aktiengesellschaft für Braunkohlenbergbau und Brikettfabrikation, Köln, beschloß, für das Geschäftsjahr 1957 an die freien Aktionäre eine Dividende von unverändert 9 v. H. zu verteilen. Das 120 Mill. DM betragende Grundkapital befindet sich zu über 97 v. H. im Besitz der RWE. Nach Mitteilung der Verwaltung ist im ersten Halbjahr 1958 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres die Abraumbewegung um 29,8 v. H. und die Rohkohlenförderung um 6,5 v. H. gestiegen. Die Brikettherstellung ging auf 3,04 (3,16) Mill. t leicht zurück. Die im Stromverbund arbeitenden rheinischen Braunkohlengesellschaften haben die Stromerzeugung um rund 4 v. H. erhöht.

Die Hauptversammlung der Braunkohlen- und Brikettwerke Roddergrube AG, Brühl, beschloß, wieder 10 v. H. Dividende auf das zu 99,6 v. H. im RWE-Besitz befindliche Grundkapital von 72 Mill. DM zu verteilen. Im ersten Halbjahr 1958 ist die Abraumbewegung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um42,8 v.H. und die Briketterzeugung um 1,7 v.H. auf 2,3 (2,26) Mill. t gestiegen. Die Rohkohlenförderung ging um 7,4 v. H. zurück.

Die Hauptversammlung der Braunkohlen-Industrie AG "Zukunft", Weisweiler, beschloß, an die freien Aktionäre eine Dividende von unv. 7,5 v.H. zu verteilen. Das Grundkapital von 16 Mill. DM liegt zu 98 v. H. bei der RWE. – Im ersten Halbjahr 1958 hat sich die Förderung auf Grund geologischer Schwierigkeiten um 9 v. H. verringert. Dementsprechend ging auch die Briketterzeugung um ebenfalls 9 v. H. zurück.

Im Rahmen der Aufsichtsrats-Zusatzwahlen wurde in allen drei Gesellschaften für den verstorbenen Dr. Fritz Ridderbusch (Essen) das stellvertretende Vorstandsmitglied der RWE, Dr. Alfred Einsatz (Essen) gewählt. Ferner wurde bei Rheinbraun an Stelle des das Mandat niederlegenden Friedrich Simon (Düsseldorf) Oberbergrat a. D. Wilhelm Schnier (Bochum) und bei der Biag für Mathias Terhorst (Düsseldorf) Karl Braukmann (Düsseldorf) in den Aufsichtsrat berufen. K. T.

Die Kundenkreditbank KGaA, Düsseldorf, stellt in ihrem Halbjahresbericht für 1958 fest, daß sie mit einer Steigerung des Umsatzes um 16 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres die im Geschäftsbericht 1957 geäußerte optimistische Beurteilung als begründet bestätigt sieht. Im Geschäftsjahr 1957 ist ein Umsatz von nahezu 338 Mill. DM mit 437 000 Einzelkrediten mit einem Marktanteil von etwa 14 v. H. erzielt worden. Im A-Geschäft, dem Schaltergeschäft, fällt der hohe Anteil privater Autokäufe auf, die jetzt auch in dieser Sparte finanziert werden. Wenn auch die Stückzahl der von der Kundenkreditbank herausgelegten Kredite zurückgegangen ist, so macht sich doch eine Erhöhung der Beträge bemerkbar.