Unsere hochverehrten Dichter und Kritiker werden von unseren hochverehrten Kritikern und Dichtern gelesen (die gewöhnlich nicht sehr viel von ihnen halten) – und sonst kümmert sich niemand darum.

C. S. Lewis, Ordinarius für Anglistik an der Universität Cambridge

Beratung durch Poeten

Eine Gruppe junger Pariser Schriftsteller hat in Nizza eine Beratungsstelle für Touristen eröffnet, denen die Betextung ihrer Ansichtskarten Schwierigkeiten macht. Wie man hört, floriert das Geschäft in poetischen Feriengrüßen glänzend, und die Schriftsteller sind für eine Weile nicht mehr auf ihre Verleger angewiesen.

Farben im Paß

Die amerikanischen Frauen haben es durchgesetzt, daß der Kongreß die Zustimmung gab, in Zukunft auch farbige Photos in den amerikanischen Reisepässen zuzulassen. Die Schwarz-weiß-Photographie ist auf dem Rückweg. Von der Schwarz-weiß-Malerei läßt sich das noch nicht feststellen...

Mahnmal für Literaturproduzenten

Eine Höhe von drei Kilometern würden – zu einem Turm aufeinandergestapelt – die Bücher erreichen, die bis jetzt für die neunstöckige "Deutsche Bibliothek", den neuen Sammelpunkt aller Druckerzeugnisse deutscher Sprache in Frankfurt, zusammengetragen wurden. 30 000 Bände sollen jährlich neuhinzukommen. Der Neubau in der Zeppelinallee wird auch eine Sammlung von über 3 000 unter dem nationalsozialistischen Regime verbotenen Büchern beherbergen. Weitere Sammlungsobjekte sind Koch- und Telephon-, bücher, Fahrpläne und – bis jetzt – 55 000 Dissertationen.