Auch die Gladbacher Lebensversicherung! Aktien-Gesellschaft, M.-Gladbach, die im nächsten Jahr ihr 100jähriges Bestehen feiern kann, hat 1957 wie die anderen privaten Versicherungsgesellschaften von der sogenannten Befreiungsversicherung profitiert. Die Beitragseinnahmen, die 1956 um 10 v. H. auf (in Mill. DM) 5,51 gestiegen waren, erhöhten sich in der Berichtszeit um 24 v. H. auf 6,84. Es wurden 3933 (4373) Versicherungen neu beantragt und 448 Erhöhungsanträge mit einer Gesamtantragssumme von 31,12 (23,70) gestellt. Unter Berücksichtigung der Abgänge verblieb am Jahresende ein Bestand von 33 850 (32 085) Versicherungen mit 130,85 (110,34) Versicherungssumme, das sind 20,51 (12,27) Sehr. Aus dem Rohüberschuß von 1,16 (0,92) gehen 0,05 (0,02) in die gesetzliche Rücklage und 0,89 (0,72) an die Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Die Aktionäre haben 9 (8) v. H. Dividende erhalten. Im laufenden Jahr war die Geschäftsentwicklung befriedigend.

Die Gladbacher Feuerversicherungs-Aktiengesellschaft hat die Dividende auf 10 (9) v. H. erhöht und 150 000 DM (78 742 DM) in die Rücklagen gelegt. Der Gewinn wird mit 0,29 (0,22) und mit dem Vortrag mit 0,35 ausgewiesen. Infolge Rückgewinnung des Versicherungsbestandes im Saarland setzte sich die Steigerung des Beitragsaufkommens verstärkt fort. Die Einnahmen stiegen um 17,65 v. H. (15,21 v. H.) auf 34,61. Am Jahresende bestanden 566 572 (532 430) Verträge. In der Feuerversicherung hat sich der Gewinn beträchtlich erhöht. In Transport war das Ergebnis trotz guten Beitragszuwachses negativ. In der Kraftfahrhaftpflicht verringerte sich der Verlust erheblich; auch die Kraftfahrzeugversicherung hatte ein weitaus günstigeres Ergebnis als in den Vorjahren, dagegen schloß die allgemeine Haftpflicht mit einem größeren Verlust ab.

Die Deutscher Lloyd Vers.-Act.-Ges., München, setzte 1957 den Ausbau ihrer Außen- und Innenorganisation fort. Das Ergebnis kommt in der Steigerung des Beitragsaufkommens um 15 v. H. auf 23 954 Mill. DM zum Ausdruck. Im Verhältnis der Unkosten zur Beitragseinnahme ist zum Vorjahre keine Änderung eingetreten. Die bei den persönlichen und sächlichen Kosten eingetretene Steigerung konnte durch die Geschäftsausweitung voll aufgefangen werden. In den Zweigen Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Glas und Einheitsversicherung ergaben sich bei befriedigendem Geschäftsverlauf Gewinne. Die allgemeine Haftpflicht schließt erstmalig mit einem kleinen Gewinn ab. Angesichts des verhältnismäßig geringeren Beitragsvolumens in der allgemeinen Unfallbranche führten einige schwere Unfälle, darunter auch Verkehrsunfälle, in diesem Geschäftsjahr zu einem Verlust. Auf das dividendenberechtigte Kapital wird wieder eine Dividende von 10 v. H. gezahlt.