Der Aufsichtsrat der Bayerischen Vereinsbank hat beschlossen, einer außerordentlichen Hauptversammlung, die zum 4. September 1958 einberufen werden wird, die Erhöhung des Grundkapitals der Bank von 33 auf 50 Millionen DM vorzuschlagen. Die neuen Aktien sollen mit Dividendenberechtigung ab 1. Juli 1958 ausgestattet sein; (Bezugsrecht 2 : 1, Bezugskurs 120 v. H.).

Bei der Mannheimer Versicherungsgesellschaft betrug die Steigerung der Beitragseinnahmen in 1957 mehr als 12 v. H., im Netto sogar fast 15 v. H. Das versicherungstechnische Geschäft hat insgesamt auch in diesem Jahr noch nicht zu einem Überschuß geführt. Feuer- und die übrigen Sachversicherungszweige haben zwar fast durchweg Gewinne gebracht, ebenso Unfall- und sonstige Zweige der Transportversicherung. Dagegen haben Kraftverkehr- sowie Allgemeine Haftpflicht und Transportversicherung mit Verlusten abgeschlossen. Die HV beschloß, entsprechend dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, aus dem Reingewinn des Geschäftsjahres 1957 eine um 2 v. H. erhöhte Dividende, also 10 v. H. auf das eingezahlte Grundkapital von 1,224 Mill. DM zu verteilen. In seiner Ansprache betonte der Vorstandsvorsitzer Emil Frey die Notwendigkeit starker Reserven für alle Versicherungsunternehmen. Für das Geschäftsjahr 1958 ist nach dem bisherigen Verlauf mit einem befriedigenden Ergebnis zu rechnen; auch der Prämienzuwachs hat bisher angehalten. Weiter hat die HV die Erhöhung des Grundkapitals von 1,6 um 1,6 auf 3,2 Mill. durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Aktien mit Dividendenberechtigung ab 1. Januar 1958 zum Ausgabekurs von 100 v. H., wobei die Einzahlung 50 v. H. beträgt, beschlossen.