Der Bremer Vulkan, Schiffbau und Maschinenfabrik, Bremen-Vegesack, dessen Stammkapital von 13 Mill. DM zu 86 v. H. in Händen der Thyssen-Bornemisza-Gruppe liegt, war auch 1957 gut beschäftigt. Neben Schiffsumbauten und Instandsetzungsarbeiten wurden acht (zehn) Schiffe mit zusammen 97 230 (90 880) Tragfähigkeitstonnen abgeliefert. DerWertanteil des Exports am geleisteten Umsatz hat sich auf 77 (64) v. H. erhöht. Bemerkenswert ist die Mitteilung des Vorstandes, daß sich der Auftragsbestand per Ende 1957 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt hat, er nahm nämlich von 331 380 auf 724 728 t Tragfähigkeit zu. Diese Entwicklung überrascht besonders, weil die seit gut einem Jahr rückläufige Konjunktur auf den Frachtenmärkten allgemein zu einem Rückgang der Schiffsbestellungen geführt hat. Allerdings entfällt die große Masse der neu beim Vulkan gebuchten Aufträge auf das erste Halbjahr 1957. Mit diesem Auftragspolster ist die zweitgrößte Werft an der Weser für mehrere Jahre voll ausgelastet. Die Investitionen zur Modernisierung der Werftanlagen und deren Anpassung an den weltweiten Trend, immer größere Schiffsgefäße in Fahrt zu nehmen, wurden fortgesetzt. Im nächsten Jahr wird die Werft in der Lage sein, auch Schiffe bis 45 000 Tragfähigkeitstonnen zu bauen.

Die umfangreichen Investitionen und die gute Beschäftigung finden natürlich ihren Niederschlag in der Bilanz. Das Anlagevermögen wuchs auf 24,81 (19,86) Mill. DM, das Umlaufvermögen auf 128,89 (111,17) Mill. DM. Nach Stärkung der freien Rücklagen belaufen sich die Eigenmittel Jetzt auf 32,64 (27,23) Mill. DM, sie überdecken nun mit 132 (137) v. H. das Anlagevermögen. Die Verbindlichkeiten nahmen auf 112,44 (94,17) Mill. DM zu, vor allem auf Grund der ebenfalls im Zusammenhang mit dem hohen Auftragsbestand zu sehenden gestiegenen Anzahlungen von Kunden (99,80 gegen 85,07 Mill. DM).

Der Jahresertrag wird mit 52,81 (50,33) Mill. DM ausgewiesen. Das Mehr wurde völlig von den auf 35,85 (32,52) Mill. DM gewachsenen Personalaufwendungen aufgezehrt.

Nach Vornahme der Abschreibungen und Stärkung der freien Rücklage um 4,0 (2.8) Mill. DM verbleibt ein Gewinn von 1,57 (1,55) Mill. DM aus dem 12 v. H. Dividende ausgeschüttet werden, Sml.