Die AG der Dillinger Hüttenwerke, Dillingen/Saar, hat auch für das vergangene Geschäftsjahr acht v. H. Dividende auf das allerdings von 3,6 auf 6,3 Mrd. ffrs. aufgestockte Aktienkapital ausgeschüttet. Der Rest des nach Zuweisung an die gesetzliche Rücklage mit 562 Mill. bilanzierten Reingewinns wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Die Kapitalerhöhung erfolgte über die Auflösung von Rücklagen unter gleichzeitiger Ausgabe von neuen Gratisaktien. Das Unternehmen verfügte am Bilanzstichtag über eigene Mittel in Höhe von 12,4 Mrd. ffrs. Sie decken die mit 12,8 Mrd. (darunter 7,9 Mrd. Sachanlagen) angegebenen Nettoanlagewerte zu fast 100 v. H. Dem um reichlich drei Zwanzigstel auf 16,5 Mrd. gestiegenen Umlaufvermögen stehen Gesamtverbindlichkeiten von 13,8 (12,1) Mrd. ffrs, gegenüber.

Dillingen hat trotz des in der zweiten Jahreshälfte eingetretenen teilweisen Rückganges auf dem Stahlmarkt Produktion und Absatz kräftig gesteigert. Der Stahlausstoß erhöhte sich gegenüber 1956 von 736 000 t auf 801 000 t. Die verringerten Verkäufe im „großen Export“ sowie die allgemein rückläufige Nachfrage nach Weißblech, der ältesten Spezialität der Firma, konnte durch einen verstärkten Blechabsatz in den Ländern der Gemeinschaft reichlich überdeckt werden. Der Versand von Walzwerkerzeugnissen stieg auf 608 000 (557 000) t. Die Gesamtumsätze wuchsen bei allerdings auch heraufgesetzten Verkaufspreisen um rund ein Fünftel auf 42,5 Mrd. ffrs.

Nach dem Geschäftsbericht hat sich die Finanzlage des Unternehmens weiter gefestigt. In den letzten drei Jahren wurden mit einem Aufwand von rund 3 Mrd. ffrs. die Produktionsanlagen beträchtlich erweitert und modernisiert. Durch die Vornahme weiterer bedeutender Investitionen sollen die Qualität des erzeugten Stahls verbessert, die Gestehungskosten verringert und der Bedarf an Vormaterial der Walzwerke voll gedeckt werden können. W. G.