c. e., Hamburg

Mitte dieser Woche hat Hamburgs größtes Passagierschiff, die 30 029 BRT große Hanseatic, zum zweitenmal Cuxhaven mit Kurs New York verlassen. Erstmals ist sie voll ausgebucht: Rund 1250 Menschen haben mit diesem ersten Schiff der neugegründeten Hamburg-Atlantik. Linie den Weg in die Neue Welt angetreten.

Überall, wo die Hanseatic auf ihrer Jungfernreise erschien, wurde sie jubelnd begrüßt: bei der Einfahrt nach New York, als die Feuerlöschboote riesige Wasserfontänen in den Himmel schossen, dann im Hafen der Weltstadt, als das Schiff von Neugierigen gestürmt wurde, schließlich in Cuxhaven und Hamburg, wo die Menschen „ihrer“ Hanseatic bei der Rückkehr ein herzliches Willkommen zuriefen.

Noch fünf Reisen nach Amerika stehen für 1958 auf dem Fahrplan. Am 18. Dezember wird das Schiff von seiner letzten Atlantiküberquerung dieses Jahres in Cuxhaven zurückerwartet. Anschließend wird es im Heimathafen Hamburg auf der Werft wieder „aufpoliert“. Wenn das intensive Make up – Grundüberholung nennt es der Fachmann – der stolzen Hanseatin beendet ist, wird sie wieder nach Westen reisen und während des europäischen Winters auf zwei Kreuzfahrten jeweils 650 dollarschwere Nordamerikaner durch die Karibische See fahren. Nach diesem Abstecher wird sie wieder im Liniendienst eingesetzt.

Die Hamburger Hanseaten hoffen, daß die Hanseatic nicht ihr einziges Passagierschiff bleiben wird. Bürgermeister Brauer, der die Jungfernfahrt mitmachte, gab dieser Hoffnung Ausdruck: „Es ist ein vielversprechender Anfang, aber nur ein Anfang.“