Das State Department hat allen diplomatischen Missionen Amerikas ein Memorandum zugestellt, in dem noch einmal die Gründe zusammengefaßt sind, warum Washington Rotchina nicht anerkennt:

1. Der koreanische Krieg sei noch nicht vergessen, in dem die Chinesen die eigentlichen Gegner waren.

2. Eine Anerkennung Pekings würde den Kommunisten die Unterwerfung des übrigen Asien erleichtern, während die Nichtanerkennung geeignet sei, „die Hoffnung derjenigen Chinesen wachzuhalten, die entschlossen sind, ihr Land vom Kommunismus zu befreien“.

3. Wenn Rotchina wirklich in die Vereinten Nationen einzöge, würde die UN aufhören, ein Instrument für den Frieden zu sein.

Der Observer trägt in seiner letzten Ausgabe die kritischen Argumente der Alliierten (es dürften vorwiegend englische sein) zu diesem Memorandum zusammen:

1. Die Politik dieses Memorandums widerspricht total der Politik, die man bei Anerkennung der neuen Regierung Irak gegenüber angewandt hat.

2. Die Motivierung, Amerika wolle denjenigen Chinesen helfen, die bereit wären, die kommunistische Regierung zu stürzen, ist nur geeignet, der kommunistischen Behauptung ständiger „indirekter Aggression der Imperialisten“ Auftrieb zu geben.