Auf einer Pressebesprechung der Ernst Heinkel AG, Stuttgart-Zuffenhausen, teilte Generaldirektor Alfred Klein mit, daß die Gesellschaft nach der Kapitalerhöhung um 2,2 Mill. DM einen neuen Großaktionär haben wird, der 55 v. H. des nunmehr 4 Mill. DM betragenden Aktienkapitals besitzt. Der Anteil der Familie Heinkel ist auf 33 v. H. zurückgegangen. 12 v. H. verbleiben bei den Kleinaktionären. An dem Unternehmen hat sich die Eberhard Bauer GmbH., Eßlingen, Elektromotorenfabrik, beteiligt.

Das Aktienkapital wird durch Einziehung von 5 Millionen Reichsmark eigenen Aktien auf 9,0 (10,0) ermäßigt. Zum Ausgleich von Verlusten erfolgt ein Kapitalschnitt um 7,2 auf 1,8 und eine Wiedererhöhung um 2,2 auf 4,0 Mill. DM.

Durch die Neuorganisation ein Schlußstrich unter die Nachkriegsentwicklung gezogen und die Voraussetzung für einen Wiederaufbau geschaffen worden. Wie Generaldirektor Klein mitteilte, ist der Tiefpunkt des Unternehmens überwunden; der Konsolidierungsprozeß ermöglichte die Zuführung neuen Eigenkapitals und die Gesellschaft arbeitet 1958 erstmals mit wenn auch kleinen Gewinnen. Die Eberhard Bauer GmbH., will das neue Kapital voll übernehmen. Da auch die Schutzvereinigung der Wertpapierbesitzer in Württemberg-Baden bemüht ist, Bezugsrechte für die Kleinaktionäre zu erhalten, könnte sich die Beteiligung des neuen Großaktionärs entsprechend vermindern. Ga