In die eigene Zeit, in sein Land geboren zu sein – das ist wichtig! Für wen soll denn der Schneider im Paradies arbeiten? Wieviel verdient denn eine Kurtisane unter Amazonen? Was hat denn der Mönch vom eroberten Himmel? Nur Helden, die Helden haben immer zu tun! Hans Kasper

Vaughan Williams gestorben

Ralph Vaughan Williams, der führende britische Komponist symphonischer Musik seit dem Tode Sir Edward Elgars 1934, ist im Alter von 85 Jahren in seinem Londoner Heim gestorben. Der Komponist erfreute sich einer erstaunlichen Arbeitsintensität, die bis zu seinem Todestag anhielt. Zu seinem Werk zählen unter anderem neun Symphonien, deren letzte erst vor einem halben Jahr uraufgeführt wurde. Williams war Schüler von Max Bruch und Ravel; in seinen Kompositionen verarbeitete er vielfach Themen englischer Volkslieder und Elemente elisabethanischer Musik.

Zu schwer ist „Mathe“ nicht

Der Rektor der Universität Edinburg, Sir Edward Appleton, berichtete kürzlich auf dem Internationalen Mathematikerkongreß in Edinburg, daß vielen jungen Leuten technische und naturwissenschaftliche Berufe nur ihrer unzureichenden mathematischen Kenntnisse wegen versperrt seien. Um diesem Übel abzuhelfen, schlägt Sir Edward den Schulen vor: „Sie sollten nicht die Schwierigkeiten dieses Faches verringern, sondern die Langweiligkeit.“

Bayerische Sitten

Mit zwölf Jahren Verspätung kommt das Land Bayern einer 1946 verkündeten Verfassungsbestimmung nach, die vorschreibt: „Für Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, ist ein Unterricht über die allgemein anerkannten Grundsätze der Sittlichkeit einzurichten.“ Ab 1. September wird es an den bayerischen Schulen Sittenunterricht geben. Ob sich zwölf versäumte Jahre aufholen lassen?