Die Entwicklung der Niedersachsen GmbH, der Holdinggesellschaft des Landes Niedersachsen, stand 1957 unter dem Einfluß der Preisbaisse auf den internationalen NE-Metallmärkten. Trotz der Ertragseinbuße, die sie gegenüber den vorangegangenen Geschäftsjahren bei ihrer größten Tochtergesellschaft, der Unterharzer Berg- und Hüttenwerke GmbH, in Kauf nehmen mußte, wird für 1957 wiederum eine Dividende von 8 v. H. (Stammkapital 11,4 Mill.) ausgeschüttet. Dazu hat die wirtschaftliche Konsolidierung der anderen Beteiligungsgesellschaften beigetragen. Auch die als Eigenbetrieb bewirtschaftete Saline Schöningen weist im Berichtsjahr ein gutes Ergebnis aus.

Die Zahl der Beteiligungsgesellschaften wurde 1957 durch den Verkauf der Geschäftsanteile an der Gästehaus Braunschweig GmbH und der Hotel- und Gaststättenbetriebe Harz GmbH vermindert. Im Juni 1958 wurden im Zuge der weiteren Privatisierung die gesamten Geschäftsanteile an der Vereinigte Baustoffwerke Bodenwerder GmbH (38 v. H.) an ein unter Führung der Nord-Bau GmbH, Hannover, stehendes Konsortium veräußert. Das gleiche gilt für das Stammkapital von 58 000 DM der Schliemann-Straßenbau- und Naturasphalt-GmbH, Berlin, die voll in Privathand übergeführt werden konnte.

Die gute Ertragslage bei den Beteiligungsgesellschaften hält – mit Ausnahme der Unterharzer Berg- und Hüttenwerke GmbH – auch im laufenden Geschäftsjahr an, wenngleich in einigen Branchen der Konkurrenzkampf stärker als bisher zutage tritt. Für 1958 wird ebenfalls ein zufriedenstellendes Ergebnis erwartet. –t