Der Aufsatz eines anonym bleibenden Industriellen aus dem Ruhrgebiet in der Ausgabe Nr. 38 der ZEIT vom 19. September "Das Management spricht" enthält manche Ausführungen, die auch der Aktionär gutheißen kann, hingegen andere Behauptungen, die zu Einwendungen Anlaß geben.

In dem Aufsatz wird u. a. auf die veröffentlichten Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen amerikanischer Gesellschaften hingewiesen. Vorausgeschickt sei, daß es in den USA keine zwingenden Rechtsvorschriften für die Veröffentlichung von Bilanzen gibt, sondern daß nur eine ordnungsmäßige Buchführung gesetzlich vorgeschrieben ist. Ein vor vielen Jahren vom Federal Reserve Board vorgeschlagenes Schema für zu veröffentlichende Bilanzen ist bis jetzt nicht allgemein befolgt worden.

Da mir ein zutreffender Vergleich zwischen veröffentlichten Abschlüssen deutscher und amerikanischer Aktiengesellschaften noch nicht begegnet ist, scheint es angebracht, auf dieses Thema näher einzugehen. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Die Bilanzen amerikanischer Aktiengesellschaften der Industrie und des Handels sind im allgemeinen viel summarischer aufgemacht und gewähren viel weniger Einblick als die deutscher Gesellschaften, hingegen bieten die Gewinn- und Verlustrechnungen der Amerikaner ein viel aufschlußreicheres Bild als die deutscher Aktiengesellschaften.

Hierzu wird des näheren bemerkt: Während in den deutschen Bilanzen das Anlagevermögen aufgeteilt wird in

unbebaute Grundstücke,

bebaute Grundstücke mit Geschäfts- und Wohngebäuden,

Maschinen, maschinelle Anlagen,