Rheinpreußen-Aktien unterbewertet?

Könnten Sie in Ihrem Wirtschaftsteil einen Bericht über die Lage der Rheinpreußen AG bringen? Man sagte mir am Bankschalter, die Gesellschaft wäre an der Börse unterbewertet, weil die Familie Haniel einen großen Teil ihres Aktienbesitzes verkaufe. Die Gesellschaft hätte Schächte wie Pattberg, die zu denen gehörten, die die höchsten Förderungen im Ruhrgebiet erzielten. Außerdem hätte die Gesellschaft vergleichsweise sehr geringe Haldenbestände.

K. F., Köln

Antwort: Wir haben die Rheinpreußen AG für Bergbau und Chemie, Homberg (Niederrhein) gebeten, zu den von Ihnen angeschnittenen Fragen Stellung zu nehmen. Hier die Antwort der Verwaltung:

"Die Ansicht, daß die Montanwerte an den Börsen vernachlässigt sind, ist allgemein: andererseits ist nicht zu bestreiten, daß die Situation auf dem Kohlenmarkt ihre Rückwirkung auf die Rendite der Kohlengesellschaften haben wird.

Die Pattbergschächte unserer Gesellschaft gehören tatsächlich zu den leistungsfähigsten des Ruhrgebiets; andererseits leidet von unseren Betrieben die Schachtanlage Neumühl unter schwierigen Verhältnissen.

Es kann nicht davon die Rede sein, daß unsere Gesellschaft besonders geringe Haldenbestände hat. Im Rahmen des Beschäftigungsausgleichs an der Ruhr sind die Schwankungen zwischen den einzelnen Gesellschaften gering.