Mit dem Abflachen der Konjunktur, zwar erst in diesem Jahr richtig spürbar, was aber doch bei der Bemessung der Dividenden für 1957 schon eine wesentliche Rolle spielte, sind die Dividendensätze merklich auseinandergefallen. Einerseits haben die Abschlüsse der industriellen Aktiengesellschaften der Bundesrepublik für das Geschäftsjahr 1957 bzw. 1956/57 zwar wieder Dividen den Verbesserungen gebracht, aber die Zahl der Dividendenkürzungen hat zugenommen, ebenso die Zahl jener Gesellschaften, die auf dem Vorjahressatz stehengeblieben sind.

Wenn diese Feststellungen jetzt erst mit einiger Exaktheit gemacht werden können, dann liegt es an der in früheren Jahren weniger erkennbaren Erscheinung, daß die Gesellschaften, deren Dividenden gegenüber dem Vorjahr eine Verschlechterung erfahren, erst sehr spät ihren Abschluß vorlegen; gute Bilanzen mit Ausschüttungserhöhungen aber schon im ersten Halbjahr veröffentlicht werden.

Von den bisher vorliegenden industriellen Abschlüssen (ohne Organschaftsberechnungen) liegen bei 990 Gesellschaften mit dem Vorjahre vergleichbare Angaben über die Ausschüttungen vor. Danach ergibt sich folgendes Bild:

36 Wiederaufnahmen der Dividendenzahlungen

373 Erhöhungen

21 Senkungen

23 Einstellungen