Das schönste Dachgartenrestaurant

Ein Amerikaner hat Vertrauen zu Berlin: Conrad Hilton, "Hotelkönig" in den Vereinigten Staaten, baute einen Hotel-Palast in Berlin an der Budapester Straße. Am 29. November findet im großen Ballsaal ein Wohltätigkeitsfest statt, für dessen Reinerlös erholungsbedürftige Berliner Kinder verschickt werden sollen. Zur Einweihungsfeier sind aus aller Welt 300 Gäste eingeladen. Ein Riesenfeuerwerk ist vorgesehen.

Das zwölfstöckige "Berliner Hilton" hat 350 Zimmer für 600 Gäste. Von dem großen Dachgartenrestaurant genießt man einen weiten Ausblick auf den Zoologischen Garten. Das Hauptrestaurant ist für 190 Gäste eingerichtet, kann aber auch in kleinere Räume geteilt werden. Die "Rotisserie" hat einen offenen Innenhof. Die Zimmerpreise beginnen mit 23 Mark für ein Bett, 38 Mark für das Doppelbett. Auf dem Parkplatz können 420 Wagen abgestellt werden.

Das Hotel auf Schienen. Im Fachverlag "Deutsche Hotel-Nachrichten" erschien vor kurzem eine erweiterte Neuauflage dieser Broschüre. Nach einem geschichtlichen Überblick wird im üblichen lobenden Werbeton die Entwicklung neuer Zugtypen, etwa der schnellen "TEE"-Züge und die Verbesserung des Reisekomforts geschildert. Zu den wirklichen Fortschritten der letzten Zeit zählt, daß die Grenzen mit immer weniger Zeitverlust überfahren werden können. Allerdings beschäftigt sich auch diese Broschüre nicht mit der oft gestellten Frage, warum der Schlafwagen so teuer ist. Warum neben den Fahrtkosten ein. Bett auf knappstem Raum, den man, außer in der Luxusklasse, noch dazu mit jemand teilen muß, mehr kostet, als ein elegantes Hotelzimmer für eine Nacht. Daß die Betten in der internationalen Schlafwagengesellschaft (Wagons Lits) noch teurer sind, ist auch kein Trost.