Die Allgemeine Deutsche Investment-Gesellschaft mbH, an der 26 in- und ausländische Gesellschafterbanken beteiligt sind, hat am 15. Oktober einen neuen Investment-Fonds aufgelegt. Der Fonds soll durch die Aufnahme von 100 Werten eine breite Streuung der börsengängigsten deutschen Aktien enthalten. Der erste Ausgabepreis wird 100 DM betragen. Für diesen neuen Fonds wird die Commerzbank-Bankverein AG in Düsseldorf (in Kürze also die Commerzbank AG) als Depotbank fungieren. Auch die Verwaltung des Adifonds (so wird der Fonds firmieren) wird in Düsseldorf liegen.

Die Allgemeine Deutsche Investment-Gesellschaft, die neben dem neuen Adifonds bereits die Fonds Fondra, Fondis und Fondak herausbrachte, verfügt über die längsten Erfahrungen als Investment-Gesellschaft auf dem deutschen Wertpapiermarkt. Sie kennt also die Problematik der Herausgabe eines Investment-Fonds nach einer langen Aufwärtsbewegung der Renten- und Aktienkurse. Angesichts der Marktenge, die gegenwärtig auf dem deutschen Aktienmarkt herrscht, dürfte es ihr – genau wie den anderen Investment-Gesellschaften – nicht leicht fallen, Aktien für den Fonds zu erwerben, ohne die Kurse unangemessen steigen zu lassen. Positiv für den Absatz der Zertifikate wird sich ohne Zweifel der relativ niedrige Ausgabepreis von 100 DM für ein Stück auswirken. Die Preise der übrigen Investment-Zertifikate (mit Ausnahme der zu einem Nennwert von 50 DM ausgegebenen Unifonds-Stücke) bewegen sich jetzt zwischen 128 und 167 DM. Durch den Adifonds werden neue Käuferschichten aktiviert und für das Wertpapiersparen gewonnen werden können. Für die Börse bedeutet das eine weitere Stärkung, denn die Investment-Gesellschaften haben sich in der Vergangenheit stets als stabilisierendes Element erwiesen. -dt