Die Übernachtungspreise in Jugendherbergen werden um 40 Prozent heraufgesetzt mit der Begründung, daß die Gebühren für Wasser, Gas und Strom angestiegen sind. Ein jugendlicher Wanderer muß jetzt 70 Pfennig, statt bisher 50 Pfennig pro Übernachtung bezahlen. Heute wandern sechzig Prozent aller Jugendlichen mit dem Fahrrad, dreißig Prozent "trampen", nur die letzten 10 Prozent sind "Individualisten zu Fuß" und Mopedfahrer.

Zu zwei Monaten Gefängnis mit Bewährung wurde die Führerin jener Lünener Jugendgruppe verurteilt, die im August vorigen Jahres durch einen "Spaziergang" am Ankogel in Schnee und Frost geriet und eine umfangreiche Rettungsaktion des österreichischen Bergrettungsdienstes heraufbeschwor. In Österreich hätte man die leichtsinnige Betreuerin junger Menschen wegen Gefährdung des Lebens härter bestrafen können, in Deutschland – wo es einen solchen Gesetzesparagraphen nicht gibt – kann sogar gegen dieses gelinde Urteil Berufung eingelegt werden. So wurde kein Exempel statuiert und ein tödlicher Leichtsinn so gering geahndet, daß die Bergrettungsmänner sich wundern werden.