Von der Hauptversammlung der Haller-Meurer-Werke AG, Hamburg-Altona, wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 1957 eine auf 8 v. H. erhöhte Dividende auf die Stammaktien auszuschütten. Gleichzeitig wurde die Verwaltung ermächtigt, bis 1963 das Grundkapital um höchstens 408 430 DM (Verhältnis 2:1) zu erhöhen. Aus dem Kreise der Aktionäre wurde gegen diese Erhöhung Bedenken technischer Art geltend gemacht. Nach den bislang vorliegenden Entwürfen des neuen Aktiengesetzes soll es nämlich künftig keine Aktien unter einem Nennbetrag von 100 DM geben. Das wird bei der jetzigen Kapitalerhöhung nicht berücksichtigt, so daß unter Umständen später eine kostspielige Korrektur des Grundkapitals notwendig werden könnte. Die Verwaltung versprach, bei der Durchführung der Kapitalerhöhung diesen Bedenken Rechnung zu tragen. Für 1958 wird ein befriedigendes Ergebnis erwartet, wenngleich in einigen Sparten des Produktionsprogramms (bei Gaskochgeräten) ein Rückgang eingetreten ist. Die Gesellschaft erwägt, in das Produktionsprogramm auch Geräte aufzunehmen, die mit anderen Energiearten als mit Gas zu beheizen sind.

Das Bankhaus Burgardt & Bröckelschen, Dortmund, bewertet in einer "Stille Reserven" überschriebenen kurzen Übersicht die Beteiligungen der Firma Rheinische Stahlwerke mit 570,2 Mill. DM, so daß sich bei einem Buchwert von 380,5 Mill. DM stille Reserven von 190 Mill. DM errechnen lassen. In der Übersicht wird von den Börsenwerten bzw. bei den nicht an der Börse notierten Papieren von den Nennwerten ausgegangen. Nach Meinung des genannten Bankhauses ist eine höhere Bewertung der nicht notierten Werte, die mit 301 Mill. DM erscheinen, durchaus möglich, wobei auf die Rücklagen dieser Gesellschaften von 179,2 Mill. DM Und auf die Rückstellungen für ungewisse Schulden von 185,7 Mill. DM hingewiesen wird. Bei einigen Firmen konnte das Bankhaus aus den Unterlagen die Rücklagen und Rückstellungen nicht ermitteln, so daß also die genannten Beträge die untere Grenze sind. Erinnert sei daran, daß die Rückführung von Rheinstahl-Union und Rheinwesteisen in die Rheinische Stahlwerke erhebliche stille Reserven sichtbar werden ließ, denn die Buchwerte lagen unter den Vermögenswerten der Verschmelzungsbilanz. Bei einem Kapital von 370 Mill. DM werden in der konsolidierten Bilanz zwar Rücklagen (einschl. Stiftungen) mit 334 Mill. DM ausgewiesen, aber in der der Holding von nur 73 Mill. DM. Soweit bekannt, ist nach Meinung der Rheinstahl-Verwaltung bei dieser Struktur der Holdingbilanz die Ausgabe von Aufstockungsaktien nicht möglich.