Der harte Kern der Arbeitslosigkeit – Ein wirklicher Boom läßt noch auf sich warten

Von Francesco Kneschaurek

Wenn auch Anzeichen dafür vorhanden sind, daß die amerikanische Wirtschaft ihr konjunkturelles Wellental überschritten hat, so ist doch das Ausmaß und vor allem die Raschieit des erhofften Wiederaufschwunges noch ungewiß.

Eine entscheidende Wendung auf dem Arbeitsmarkt ist bisher noch nicht spürbar geworcen: die Zahl der Arbeitslosen ist nach wie vor sehr groß. Eine Wiederbelebung des privaten Verbrauchs läßt sich nur in einzelnen, keineswegs aber in allen Branchen beobachten; daß von der regierungsfreundlichen Presse seit einiger Zeit der Beginn eines neuen "Käuferbooms" angekündigt wird, darf über die Tatsache nicht hinwegtäuschen, daß der gesamte Konsum bisher nur sehr langsam zugenommen hat, entsprechend der ebenfalls bescheidenen Zunahme des verfügbaren Einkommens der Haushalte.

Die Intensivierung der Rüstungsaufträge im Zeichen der Verschärfung des Kalten bis Laien Krieges im Fernen Osten wird zwar durch zusätzliche Ausgaben in der Größenordnung von 8 bis 10 Mrd. Dollar (verteilt auf fünf Jahre) der Privatwirtschaft einen gewissen Auftrieb verleihen; doch wird dieses Rüstungsprogramm (das eine grundlegende Modernisierung der Ausstattung und des Kriegsmaterials sämtlicher Waffengattungen instrebt) nicht vor dem Frühling, ja, wahrscheinlich sogar erst im Sommer des nächsten Jahres anlaufen.

So hängt der weitere Verlauf der amerikanischen Konjunktur in den nächsten zehn bis zwölf Monaten in entscheidender Weise davon ab, wie ich die Investitionen entwickeln werden.

Wichtigster Konjunktur-Faktor