Die Anregung stammt aus Hamburg – aber die Frage wird jedes Jahr zweimal in allen Teilen Deutschlands gleich aktuell: Wo sollen die Studenten wohnen?

In den siebzehn großen und kleineren deutschen Universitätsstädten erreicht in dieser Woche die "Budensuche" ihren Höhepunkt. Wenn niemand sich dabei bemüht, dem Gesetz von Angebot und Nachfrage zu steuern, führt das zu folgenden Forderungen der Zimmervermieter:

für ein kaum möbliertes Zimmer von 11 qm insgesamt 170 DM;

für ein Zimmer im Keller, ohne Tageslicht 100 DM;

für ein Zimmer "mit Komfort" 300 DM.

Diese Preise sind nicht Auswüchse einer wilden Phantasie, sondern sie wurden in Hamburg wirklich verlangt.

Es ist nicht damit getan, auf die Vermieter zu schimpfen, die ja nur das tun, was Tausende von anderen auf anderen Gebieten längst für selbstverständlich zu halten geneigt sind: "das herausholen, was sie kriegen können".