Seit der Kirchenvater Origines im zweiten Jahrhundert so heftig dagegen polemisierte, den Geburtstag Jesu Christi festlich zu begehen, haben nicht nur die Formen des Weihnachtsfestes große Veränderungen durchgemacht, sondern auch die Gründe, die den einzelnen zur Feier dieses Festes veranlassen. Daher schien es uns ganz, in der Ordnung, auf dieser Seite neben dem christlichen Theologen auch dem nichtchristlichen Gesellschaftskritiker das Wort zu geben.

Einen sehr schönen und umfassenden Überblick über historische, theologische, literarische und künstlerische Inhalte und Formen des Weihnachtsfestes gibt der zweite Band einer vielversprechenden Reihe des Walter Dorn Verlages in Bremen. Sie hat den anspruchsvollen Titel „Convivium Symbolicum“ und wird von dem immer einmal wieder auftauchenden, aber schwer in erlebbare Wirklichkeiten umzusetzenden Wunsch getragen: Kulturerscheinungen als eine Einheit zu begreifen.

Von der historischen Entwicklung wie von der Literatur, der bildenden Kunst und der Musik her zeichnet der zweite Band dieser Reihe (Preis 48,– DM), dem auch das hier abgedruckte Bild entnommen ist, „Die Weihnachtsgeschichte“ auf.

„Die Weihnachtsgeschichte“ des Walter Dorn Verlages kann viel dazu beitragen, unserem Weihnachtserlebnis eine neue Dimension hinzuzufügen. Auch die erhabensten Traditionen können nicht passiv „übernommen“ werden. „Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen“ – schrieb ein sehr kluger deutscher Dichter. Alle Jahre wieder kommt Weihnachten – erwerben wir es immer von neuem, wenn wir unser Weihnachten feiern und nicht nur Routine-Betrieb machen wollen. Leo