C. W., Dresden

Einhundertundfünfzig Jahre besteht in diesen Tagen die Orgelbau-Anstalt Gebrüder Jehmlich: die fünfte Generation steht jetzt schon im Dienste des Orgelbaus. Am 4. Advent wurde die 750. Orgel der Gebrüder Jehmlich eingeweiht. Sie steht in der 1955 nach fünfjähriger Bauzeit wiedererrichteten St. Petri-Kirche in Dresden, die im Kriege zerstört wurde. 1678 Pfeifen sind dort zu sehen – 26 Register, von denen aber erst 22 ausgebaut würden. Es sind nur klingende Pfeifen, nicht wie früher, auch stumme Pfeifen, die lediglich das äußere Bild verschönen sollten. Darauf ist man heute hier nicht mehr aus – das Soli deo gloria braucht keine Staffage.

Heute sind 49 Mitarbeiter in der Firma Jehmlich beschäftigt. Der Orgelbau wurde vorläufig noch nicht „sozialisiert“ – was sollte denn wohl auch der atheistische Staat mit einem „Volkseigenen Betrieb Orgelbau“?

749 Orgeln – sie alle priesen den Namen des Herrn. Und auch die 750ste preist ihn wieder, in der alten protestantischen Hauptstadt Dresden.