Der Abschluß 1957 der Auto Union AG, Ingolstadt, einer Verwaltungsgesellschaft, ist wesentlich beeinflußt durch die Aktivierung eines Anspruchs von 1 Mill. DM gegen die Auto Union GmbH, Ingolstadt-Düsseldorf, aus dem Lizenzvertrag, der 1958 voll als Stammeinlage anläßlich der Kapitalerhöhung der GmbH um 10 auf 30 Mill DM eingebracht wurde. Dies macht sich in 1,05 (0,17) Mill DM außerordentlichen Erträgen und in auf 0,45 (0,05) Mill. DM gestiegenen Steuern bemerkbar. Der Rest des nach der Versteuerung übrigbleibenden ao-Ertragi diente hauptsächlich zur Bildung einer freien Rücklage von 0,4 Mill. DM. Nach 0,04 (0,20) Mill. DM Abschreibungen bleiben 0,13 (0,05) als Gevinn, aus dem die HV erstmals seit 1943 wieder eine Dividende von 4 v. H. auf 3 Mill. DM AK verteilte.

Die Beteiligung dieser Holding, die Automobilfabrik Auto Union GmbH Ingolstadt-Düsseldorf, nimmt nach einjähriger Unterbrechung die Dividendenzahlung mit 5 v. H. ebenfalls wieder auf. Gegenüber einer Produktionszunahme um 31 v. H. in der ganzen westdeutschen Automobilindustrie im laufenden Jahr, hat die GmbH ihre Fertigung um 34 v. H. erhöht. Sie baute 68 170 (51 066) Wagen. Der Export weitete sich in der Zeit Januar/Oktober gegenüber der gleichen Vorjahrszeit um 32 v. H. aus.

Von der Organgesellschaft Industrie-Auffang GmbH Ingolstadt mußte die AG 1957 einen Verlust übernehmen. Die Auto Union GmbH, Berlin, deren Anlagen für die Getriebefertigung voll ausgelastet waren, erhöhte die Dividende für 1957 von 6 auf 8 v. H. und erwartet auch für 1958 ein befriedigendes Ergebnis. Die GmbH Ingolstadt-Düsseldorf hatte dem Berliner Werk in Spandau in diesen Wochen zugesagt, daß 50 v. H. aller elektrischen Anlagen für das geplante neue Modell F 11 aus Berlin bezogen werden. Auch die Zweirad Union will weiter elektrische Anlagen für Mopeds aus Berlin beziehen. Auf Grund dieser Zusage hat das Spandauer Werk 1,5 Mill. DM investiert, t. r.