Der Aufsichtsrat der Hoesch Werke AG, Dortmund, wird nach vorläufiger Prüfung der Ergebnisse für das am 30. September zu Ende gegangene Geschäftsjahr 1957/58 vorschlagen, trotz des rückläufigen Absatzes von Kohle, Koks und Walzwerkserzeugnissen für 1957/58 wieder 8 v. H. Dividende zu verteilen. Dabei sei die Ermäßigung des Körperschaftsteuersatzes auf die ausgeschüttete Dividende berücksichtigt. Grundkapital 375 Mill. DM. Im Berichtsjahr ging die Produktion von Roheisen auf 1,39 (i. V. 1,42) Mill. t zurück, von Rohstahl auf 1,78 (1,92) Mill. t und die Kokserzeugung auf 2,26 (2,35) Mill. t. Die Kohlenförderung hat sich auf 6,6 Mill. t gehalten. Die Dividendenankündigung, die zwei Monate früher als im vorigen Jahr erfolgt, entspricht den Erwartungen, daß die Dividenden der Stahlfirmen unverändert bleiben.

Keine wesentliche Opposition bei MAN. In der Hauptversammlung der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG, Augsburg, trat die angemeldete Opposition nicht in Erscheinung. Gegen die vorgeschlagene Dividende von 12 v. H. für 1957/58 wurden von 458 491 vertretenen Stimmen nur 876 abgegeben bei 725 Enthaltungen. Vorstandsvors. Neumann betonte, daß an dem bis 1. 12. 1958 auf 1,1 Mrd. DM erhöhten Auftragsbestand Auslandsaufträge mit 640 Mill. DM oder 58 v. H. beteiligt seien. AR-Vors. Dr. H. Reusch setzte sich für eine Förderung der Importe ein, um ein Nachlassen der Exporte zu verhindern. Dies sei vor allem mit Rücksicht auf die schwierige Devisenlage verschiedener entwicklungsfähiger Länder notwendig.

Eine Enttäuschung für die Aktionäre der Dortmunder Hansa-Brauerei. Obwohl das im September abgelaufene Geschäftsjahr einen Ausstoß brachte, der wesentlich über dem Durchschnitt von Bund und Nordrhein-Westfalen liegt, konnte sich die Verwaltung nicht entschließen, die Dividende von bisher 12 v. H. zu erhöhen. Sie sieht sich nicht einmal in der Lage, die durch die gesenkte Körperschaftsteuer eingetretene Ersparnis an die Aktionäre weiterzugeben. Der auf Mitte Februar 1959 einzuberufenden Hauptversammlung wird also eine Ausschüttung von 12 v. H. vorgeschlagen werden. Als Begründung für ihre Dividendenentscheidung führt die Verwaltung an, daß sich der Gesamtertrag verringert hat, weil sich gegenüber dem seit 1952 unverändert gebliebenen Bierpreis personelle und sachliche Kosten stetig und darüber hinaus im letzten Jahr die Hopfenpreise erheblich erhöht, haben. Außerdem wird in der Verlautbarung von der gerade im Hauptabsatzgebiet Ruhrrevier unsicheren Entwicklung der Wirtschaft gesprochen.

Die Deutsche Bank AG wird eine eigene Vertretung mit dem Sitz in Kairo einrichten. Der Bereich dieser Vertretung umfaßt vor allem folgende Länder: Vereinigte Arabische Republik (Ägypten-Syrien), Irak, Jordanien, Kuweit, Libanon, Saudi-Arabien und Sudan. Die Vertretung steht unter der Leitung von Dr. Hans-Peter Linss.