Die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG, landläufig Öffa genannt, ist keine Bank, sondern ein Dienstleistungsbetrieb, der sich mit einer bescheidenen Provision für die von ihm durchgeführten Finanzierungsgeschäfte begnügt. Er ist mit der Aufgabe zwischen zwei wesensfremde Bereiche gestellt, das Geschehen dort zu synchronisieren. Auf der einen Seite steht der streng an die Reichshaushaltsordnung gebundene Fiskus, dem nach dem Verkehrsfinanzgesetz 14 Jahre lang für den Autobahnbau zweckgebundene Mittel aus der Beförderungssteuer zufließen. Diese Mittel gehen zu bestimmten Terminen ein und müssen fristgemäß ausgegeben werden. Auf der anderen Seite steht der Autobahnbau, für den ganz andere Regeln gelten. Er hat es vor allem eiliger. Die vorgesehene Ausbaustufe soll nämlich bereits in sieben Jahre erreicht sein.

Die Öffa muß deshalb vorfinanzieren. In der ersten Zeit war dies gar nicht einfach, weil Kapitalmarktmittel nicht zur Verfügung standen. Man half sich mit mittelfristigen Darlehen; heute sind sie abgelöst. Die Öffa konnte rd. 387 Mill. DM an Vorfinanzierungsmitteln zu den 386 Mill. DM an bisher geleisteten Bundeszuschüssen bereitstellen. Durch die Zwischenschaltung der Öffa ist weiterhin ein. kontinuierlicher Baufortschritt ermöglicht worden. Sie stellte nämlich die Mittel so bereit, wie sie an der Baustelle benötigt werden, und nicht etwa so, wie sie der Bundesfinanzminister freigeben kann. Das macht die Dinge leichter und vor allem auch billiger. Die Öffa selbst ist in den Geschäftsapparat der Deutschen Bau- und Bodenbank, die ebenfalls in Eigentum der öffentlichen Hand steht, eingebettet. W. R.