Die Spitzen-Playboys scheinen langsam auszusterben. Rubi Rubirosa ist verheiratet, Aly Khan wirkt als UN-Delegierter, und sein Sohn, der junge Aga Khan studiert in Harvard. So ziemlich als einziger ist Francisco („Babi“) Pignatari übrig geblieben, ein steinreicher brasilianischer Industrieller. Kaum ein Junggeselle in Europa geht so scharf ’ran wie er.

Wir hatten den Vorzug, neulich mit Mr. Pignatari und seinem Gesellschaftssekretär Richard Gully im Ritz den Lunch einzunehmen. Da wir selbst latente Playboy-Tendenzen in uns verspüren, wollten wir wissen, nach welchen Grundsätzen Mr. Pignatari verfährt, und hofften, ihm einige Tricks entlocken zu können.

Zunächst zögerte Mr. Pignatari, seine Playboy-Unternehmungen zu diskutieren. Aber wir konnten ihn überzeugen, daß Publicity seiner Tätigkeit eher förderlich statt hinderlich sein werde.

Mr. Pignatari sagte, man müsse, um ein erfolgreicher Playboy zu sein, das Vertrauen der Barkeeper und Oberkellner aller führenden Hotels und Restaurants besitzen: „Sie sind die einzigen, die einem jene einschlägigen Details über eine anziehende Frau verraten können, deren es bedarf, um die Affäre richtig einzuleiten.“

„Einer der besten Eröffnungszüge Babys“, sagte der Sekretär, Mr. Gully, „ist ein überraschendes Geschenk an eine schöne Frau: ein Arm voll Blumen oder ein großer Flacon Parfüm“.

„Schreiben Sie gemeinhin ein kleines Kärtchen dazu?“, fragten wir.

„Baby gibt nie etwas Schriftliches von sich“, sagte Mr. Gully. „Er ist meines Wissens der einzige, der einem Mädchen ein Brillant-Armband schenkt, ohne seine Karte anzufügen.“ „Wissen Sie, was einer Frau am meisten schmeichelt?“, fragte Mr. Pignatari.