Die Beteiligungen sowie die in den letzten Jahren eingeleitete Vermögensumschichtung standen im Mittelpunkt der mehrstündigen und zeitweilig heftig geführten Debatte auf der Hauptversammlung der Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG (Köln). Aus Kreisen der Kleinaktionäre – die Aktien? majorität liegt bei der Braunkohlen- und Brikett-Industrie AG (Bubiag), München – wurde der Geschäftsbericht für 1957/58 (30. 6.) hinsichtlich seines Aussagewertes als eine "Katastrophe" bezeichnet. Die Ergänzung des nächstjährigen Rechnungswerkes durch die Bilanzen der Beteiligungsgesellschaften sei unbedingt erforderlich. Es bestehe besonderes Interesse an dem Ergehen der mit rund 11,5 Mill. DM ausgewiesenen Auslandsbeteiligungen. Besonders viele Fragen der Aktionäre galten der vor zwei Jahren gegründeten kanadischen Elican Development Co. Ltd., an deren Grundkapital von 6 Mill. Dollar die Gesellschaft mit 42 v. H. beteiligt ist.

In der Erwiderung wies die Verwaltung darauf hin, daß die Vermögensumschichtung nicht zuletzt auf die großen Verluste des Unternehmens in Ostdeutschland zurückzuführen sei. Die Gesellschaft befinde sich zur Zeit in einer Übergangsperiode, von der man noch nicht sagen könne, wie lange sie dauern wird. Die Umschichtung der Vermögensanlagen werde mit einer Schmälerung der Erträge auf unbestimmte Zeit verbunden sein. – Die Hauptversammlung beschloß, dem Vorschlag der Verwaltung gemäß, eine Dividende von unverändert 6 v. H. auf 20 Mill. DM Grundkapital zu verteilen. W. D.