Die Hauptversammlung der Hüttenwerk Oberhausen AG (Hoag), Oberhausen, verlief glatt, obwohl gegen den Dividenden Vorschlag von 9 v. H. mit 80 Stimmen Protest zu Protokoll gegeben wurde. Ein Aktionär meinte, daß 10 T. H. Dividende möglich gewesen wären. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Fritz Butschkau, erklärte zu der Dividendenausschüttung für 1957/58 (30.9.), die von der Hauptversammlung gegen 1080 Stimmen beschlossen wurde, daß zu berücksichtigen ist, daß die Hoag von der rückgegliederten Bergbau AG Neue Hoffnung nur 7 v. H. Dividende erhalten hat. Die Differenz von 2 v. H. für die ehemaligen Aktionäre von Neue Hoffnung mußte von der Hoag aufgebracht werden. Die Rückführung der Bergbaubasis sei jedoch langfristig positiv zu bewerten. Bereits jetzt könne festgestellt werden, daß bei dem Energieeinsatz nicht nur eine Kostenerhöhung vermieden, sondern zum Teil eine Kostendegression erreicht werde.

Die Ende des Geschäftsjahres 1957/58 einsetzende rückläufige Entwicklung im Auftragseingang hat sich im laufenden Geschäftsjahr etwas verstärkt. Langfristig gesehen bestehe jedoch kein Anlaß zum Pessimismus, da die Hoag ein vielseitiges Walzprogramm hat. Wenn jedoch die für das Frühjahr erwartete Belebung auf dem Stahlmarkt ausbleiben sollte, müsse ein Hochofen stillgelegt werden.

Butschkau teilte mit, daß die Verwaltung nach sorgfältiger Prüfung vorläufig von einer Kapitalerhöhung absieht. Die beabsichtigten Investitionen (100 Mill. DM) sollen aus Abschreibungen und aus dem noch nicht verwendeten Teil der letzten Anleihe finanziert werden, von der am 1. Oktober 1958 noch 37,5 Mill. DM zur Verfügung standen. V. D.