Wenn der Westen hofft, durch land konstituiert, muß bestimmt ein Staudamm ht gerade an überlebten Einrichtung hängen, Industrie eingesetzten Kapitalien exportfähige verließen. Auf der anderen Seite bringen Güter erzeugen, worüber der Regel nach Jahre derts vertanen: man komme m die Hammer Rolle h den USA — Erfahrungen und Kenntnisse mit, Hungerniveau gehalten werden, ist es daher bauland mit unbegrenzter Einwanderung handelt. dere, denen die Erfahrungen der modernen Wirt- lang Defizite der Handels- und der Zahlungs- hierdurch sowohl die Frage der WirtschaftsordEs braucht uns jetzt nicht die Tatsache zu sdiaft mangeln, haben dafür eine Eigenschaft, die bilanz auf weist. Diese sind in Israel einstweilen sich der Gesamtheit mitteilt und die dem Auf- nicht in Erscheinung getreten, weil Reparationen dere Antwort findet, als wir es in den alten Inbauland vor allem not tut: Genügsamkeit. Spar- und Restitutionen der Bundesrepublik, im Aus- dustriestaaten des Westens gewohnt sind. list" die Parole gegeben, spricht und schreibt die ganze Welt von "unterentwickelten Ländern". Kaum ist darauf aufmerksam gemacht worden, daß durch diese Bezeichnung der empfindliche Stolz dieser Länder getroffen werden könne, spricht man statt dessen von "Entwicklungsländern", und jetzt meint jeder zu wissen, was damit gemeint ist. Aber was kann wirklich so genannt werden? Alle Länder des Nahen, des Mittleren und des Fernen Ostens? Auch China? Und wie steht es mit der Sowjetunion, die augenblicklich die stärkste Entwicklung durchmacht? Wie mit den Satellitenstaaten? In Wirklichkeit wird ein nationalökonomisch, ein wissenschaftlich neutrales Wort gewählt, um die Länder zu bezeichnen, in denen noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist, ob die Entwicklung — worunter dann immer die industrielle Entwicklung verstanden wird — auf kapitalistische oder auf kommunistische Weise, autoritär oder demokratisch vor sich gehen soll. Und stets wird vorausgesetzt, daß diese Länder sich wirklich "entwickeln" wollen, und selbstverständlich auch, daß diese Entwicklung etwas Gutes und überdies nach dem Willen des von Hegel oder Marx durchschauten Weltgeistes etwas Unausweichliches ist.

In Tat und Wahrheit wird ein Sachverhalt ökonomisch umschrieben, der nach Ursprung und Wesen politischer Natur ist. Was in der Welt vor sich geht, ist einerseits sehr begreiflich.

"? "fr ? fe Jl?! kümmern, daß sich dieser Mythos sehr bald als grausamer Fehlschluß erweisen wird. Sondern wichtig ist einstweilen nur, daß dieser Mythos Quelle der massivsten Kapital Vergeudung ist, von der die Geschichte bisher weiß. Jedes "Entwicklungsland" muß ein riesiges Stahlwerk haben, auch wenn es an Erz fehlt oder an Absatz; es wird eine supermoderne Werft gebaut — ohne Aufträge; es wird eine Fluglinie eingerichtet — ohne Passagiere; es werden Luxushotels gebaut — ohne Gäste; und was dergleichen Ruhmestaten mehr sind. Und es wird überall so gehandelt, als ob das ganze Volk sehnlichst darauf warte, mehr zu arbeiten, mehr zu verdienen und mehr zu verbrauchen. Da hiervon keine Rede ist, wachsen durch die "Entwicklungshilfen" nur die Bankkonten einiger Hilfsempfänger in den alten Hammerstaaten der geschmähten Kolonialisten. Es ist der große politische Vorteil der kommunistischen Welt, daß sie zwar äußerst gewandt ist in der Erfindung und im Gebrauch von solchen Schlagworten, aber viel zu schlau, um ihr sische Beispiel ist in dieser Hinsicht aufschluß reich. Und aufschlußreich ist riich die verführende Kraft dieses Beispiels im Fernen Osten bis nach iilGeschenke oder Anleihen einen gleichen Erfolg zu erreichen, so sollte man sich darüber klar sein, ; daß eine wirkliche Chance nur dort besteht, wo in den Völkern ein eigener Arbeits- und Aufbauwillen vorhanden ist und wo es sich daher nicht um ein passives Entwicklungs, sondern um ein aktives Aufbauland handelt. Prototyp eines Aufbauländes ist Israel.

Entgegen den Ansichten des 19. Jahrhunderts, die in Natur, Bodenschätzen, Klima die Lirsachen verschiedener wirtschaftlicher und besonders industrieller Entwicklung der Staaten suchten, lehren Vergangenheit und Gegenwart von Israel, daß der entscheidende Faktor der schöpferische Willen der Bewohner ist. Palästina war in kanaanäischer Zeit bereits das Land, wo Milch und Honig floß. Palästina war auf der Höhe seiner Macht unter David und Salomo und Palästina war an der Zeitenwende unter römischer Besatzung ein fruchtbarer Garten, der der Wüste abgerungen war; Tal der tausend Dörfer hieß eine Landschaft, welche im Lauf des ersten Jahrtausends unserer Zeitrechnung wieder der Wüste anheimfiel. Palästina war ein verarmtes Land unter türkischer Herrschaft, und von den vielen Reisenden, die es im 19. Jahrhundert besuchten und über ihre Eindrücke berichteten, hat kaum einer etwas von den Möglichkeiten neuen Aufschwungs geahnt. Aber Israel, das jetzt im elften Lebensjahr als Staat steht, ist in fast märchenhaftem Aufschwung begriffen — Leistung der Israelis, Leistung eines neuen Volkes auf alter Erde. Vielleicht liegt darin das Geheimnis des Erfolgs: ein neues Volk, und gar in solch gefährdeter Lage, besitzt vermutlich eine andere Kraft als müdgewordene Europäer, und es hat zudem den gleichen Vorteil wie einst die amerikanischen Pioniere, daß keine restaurätiven Tendenzen störend oder verzögernd einwirken können. Hier in Israel gibt es nichts Früheres, das restauriert werden könnte, und die Menschen, die hier aus aller Herren Ländern zusammenströmten und strömen, dürften die sie für den Aufbau nutzen können; und an- 8 ?e ba große Schaustücke iur Berauschung un zur Überdeckung der Menschenopfer. Wenn sich nächstens ein Eskimostamm als Entwicklungs7lam Nordpol gebaut werden u ä m.

Das geschieht in Israel in einem für europäische Vorstellungen fast unwahrscheinlichem Maße. Wie der jetzige Gouverneur der Nationalbank und seine Frau, so haben viele der Menschen, die sich heute in leitenden Stellungen befinden, vor zwanzig Jahren Sümpfe getrocknet und Land urbar gemacht. Der Lebensweg führt nicht wie in USA vom Zeitungsjungen zum Millionär, sondern von schwerer Handarbeit zu politischer und gesellschaftlicher Verantwortung, und eine harte Besteuerung sorgt dafür, daß der Lebensstandard für alle ungefähr gleich, das heißt: gleich niedrig bleibt.

Aber hoch und niedrig sind relative Begriffe; ein Standard, bei dem wie in Israel nach dem Steuerabzug auch leitenden Funktionären nur ein Einkommen verbleibt, das eine Kaufkraft von etwa 300 DM repräsentiert, bei dem aber auch die Arbeiter über nahezu die gleiche Kaufkraft verfügen, ist sehr niedrig nach europäischen Begriffen, aber sehr hoch nach arabischen oder indischen. Und es könnte durchaus sein, daß bei plötzlich steigender Einwanderung dieser Standard sich nicht halten läßt.

Denn stärker noch als die "Entwicklungsländer" steht ein Aufbauland, das nicht Bakschisch empfängt, sondern Einnahmen und Ausgäben rechnend vergleicht, vor der harten Notwendigkeit, Kapital zu bilden und Kapital zu verzinsen. Und wenn Rohstoffe und Investitionsgüter eingeführt werden müssen, so sind sie normalerweise nur zu bezahlen durch Exporte; Exporte, die aber ihrerseits voraussetzen, daß die in Landwirtschaft und unvermeidlich, daß ein Aufbauland jähre- wir geschlossen haben. Aber abgesehen davon, daß diese Behelfe nach einigen Jahren versiegen, bleibt das Problem als solches bestehen. Wie jedes Aufbauland wird Israel die Aufgabe lösen müssen, ein kontinuierliches Wachstum aus eigenen Mit teln zu finanzieren.