In den letzten sechs Jahren war es immer so, daß von amerikanischer Außenpolitik nicht gesprochen werden konnte, ohne daß zugleich auch der Name John Foster Dulles gefallen wäre. Als starker Minister unter einem schwachen Präsidenten verkörperte er schlechthin die amerikanische Außenpolitik.

Während seiner Amtszeit hatten das Foreign Office in London drei, das Außenministerium in Moskau vier und das in Paris sogar neun Chefs.

Seit Dienstag liegt nun dieser Mann im Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Washington. Es wird – im besten Falle – geraume Zeit vergehen, bis er seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen kann. Zwar war Dulles immer ein umstrittener Außenminister, doch jetzt, da er in einem so entscheidenden Augenblick ausfällt, wird in der westlichen Welt ganz deutlich, welche Bedeutung dieser Rocher de bronze hatte. H. G.