Die Flugzeugbörse in New Yorks Fifth Avenue hat ihren ersten Marktbericht veröffentlicht; er zeigt, daß die Börse, die erst einige Wochen funktioniert, ihre Aufgabe erfüllt. Die Aircraft Exchange Inc., hinter der verschiedene prominente Fluggesellschaften stehen, residiert in der Hochburg der US-Finanz, weil das Aufnahmepotential für Flugzeuge in den USA am größten sein wird. Aber auch in London ist eine "Filiale" geplant, die als Pendant zum Aviation Department der Londoner Börse "Baltic Exchange" – der "Luftfahrtbörse" des Charterverkehrs – möglicherweise Hand in Hand mit ihr arbeiten wird.

Die Aircraft Exchange ist deshalb notwendig geworden, weil ein Großteil der noch heute im Einsatz stehenden Kolbenmotorflugzeuge, die nun aber von Turbinenflugzeugen im Linienverkehr abgelöst werden, in derartig großen Mengen auf den Altmarkt gelangen, daß die Nachfrage dem Angebot nicht mehr die Waage hält. Mehr als 4000 Maschinen von 300 Gesellschaften dürften innerhalb der nächsten fünf Jahre ihre Besitzer wechseln. Außerdem wurden bisher Altflugzeuge infolge mangelnder genereller Informationen verschieden hoch gehandelt und die Tätigkeit von Flugzeugmaklern hatte sich als nicht zureichend erwiesen. Nunmehr hat die Flugzeugbörse einen internationalen Markt für Kauf, Verkauf und Miete von Verkehrsflugzeugen geschaffen.

Der erste Marktbericht zeigte nicht nur, daß "Convair", "Douglas"- und "Constellations"-Gebrauchtflugzeuge in Mengen kaum vorhandene Käufer suchen, sondern auch erstaunlich hohe Preise für Düsenflugneugerät: "Boeing-707" an die 19,6 bis 21 Mill. DM, "Boeing-720" = 14,7, "Britannia-300" = 12,6, "Convair-880" = 15,3, "Comet-4" – 13,4, "Caravelle" = 9,27 Mill. DM. Ferner zeigte der Bericht, daß die neue Luftfahrtbörse auf Anhieb schon 100 Mitglieder in ihre Listen eintragen konnte. KS

Das Stammkapital der "Deutsche TOTAL Treibstoff GmbH", Düsseldorf, wurde um 5 auf 15 Mill. DM erhöht. Die Deutsche TOTAL Treibstoff GmbH ist eine Tochtergesellschaft des bekannten französischen Erdölkonzerns Compagnie Française des Pétroles, Paris, der in letzter Zeit durch die erfolgreichen Erdölbohrungen in der Sahara von sich reden machte.