Die Zeitungen sind voll über die Odyssee der Teneriffa-Urlauber, die sich einem Reisebüro anvertrauten und nur unter großen Opfern an Zeit und Geld wieder nach Hause kommen konnten. Von "Schwindel" über "Skandal" bis "Luftpirat" werden alle Register gezogen. Und dies mit Recht. Vor Tische allerdings las man’s in vielen Zeitungen anders.

Nun stellt sich aber die Frage: "Wie erkenne ich, ob ich das Reisebüro richtig gewählt habe oder nicht?" Die Antwort darauf ist wenig befriedigend: Solange unser Staat seinen Bürgern die in anderen Ländern längst bestehenden gesetzlichen Schutzbestimmungen versagt und unter dem Titel Gewerbefreiheit es jedem möglich ist, als Reiseveranstalter aufzutreten, solange gibt es nichts als den guten Rat, bei auffallend niedrigen Preisen und allzu lauter Propaganda Vorsicht walten zu lassen.

Karl Fuß, München